Kommen, stöbern und kaufen darf jeder. Die ersten drei Monate ist das Geschäft schon gut angelaufen, aber es gibt noch Luft nach oben. Schon auf den ersten Metern durch die Halle sieht man die breite Produktpalette der Awo-Schatzinsel. Dabei ist unten nur die Hälfte zu sehen, um sich von allem einen Überblick zu verschaffen, muss man eine Treppe ins nächste Stockwerk erklimmen. Liebevoll arrangiert und dekoriert gibt’s hier Küchenutensilien, Kleider, Spielsachen und mehr. Alles ist sehr übersichtlich dargeboten, um den Kunden den Einkauf zu erleichtern.

Das Erdgeschoss ist in unterschiedliche Bereiche eingeteilt, ähnlich einer Wohnung. Angefangen im „Wohnzimmer“, wo Sessel und Sofas stehen, kommt man ins Schlafzimmer, mit einer Auswahl an Betten, oder in die Bibliothek, wo eine große Auswahl an Büchern und CDs steht, und ein kuschliger Lesesessel zum Schmökern einlädt. Auch in die CDs können die Kunden reinhören. In Vitrinen liegen Schmuck und Uhren, alles mit viel Liebe zum Detail aufgereiht. Die dekorative Einrichtung spiegelt die Riesenmühe wieder, die sich das Team rund um Ladenleitern Stephanie Gimbel macht.

Geöffnet hat die Schatzinsel zwei Tage unter der Woche und am Samstag. Am Anfang, so Gimbel, habe es schon noch ruhigere Phasen gegeben, jetzt aber sei an allen drei Öffnungstagen immer etwas los. Dies liege vor allen Dingen an den Stammkunden, die die Schatzinsel in den drei Monaten seit Bestehen schon gewinnen konnte. Um sich dauerhaft zu etablieren, müsse der Kundenkreis jedoch noch erweitert werden.

<strong>Oben:</strong> Über zwei Etagen erstreckt sich die Awo-Schatzinsel im Fallberg. <strong>Rechts: </strong>Liebevoll und den Jahreszeiten angepasst arrangieren die Mitarbeiter die Ware.
Oben: Über zwei Etagen erstreckt sich die Awo-Schatzinsel im Fallberg. Rechts: Liebevoll und den Jahreszeiten angepasst arrangieren die Mitarbeiter die Ware. | Bild: Charlotte Pötter

Vielleicht gelingt das ja an diesem Samstag. Bereits wenige Minuten nach Ladenöffnung um 10 Uhr kommen schon die ersten Kunden und schauen sich in der großen Halle um. Eine von Gimbels Mitarbeiterinnen meint, dass die Kunden das „Aha-Erlebnis“ bräuchten, dass die Schatzinsel eben für alle offen steht. „Wir freuen uns über jeden Kunden.“ Besonders rührend sei, dass viele der Stammkunden fleißig die Werbetrommel rühren, und in ihrem Bekanntenkreis von der Schatzinsel erzählen.

Der tragende Kern des Projekts sind viele Ehrenamtliche, sodass der Awo die Personalkosten nicht davonlaufen. Deren Engagement, so Stephanie Gimbel, sei super und aus dem Team sei schnell eine Familie geworden. Das spüren auch die Kunden und haben keine Scheu, nach speziellen Produkten zu fragen. Gibt es etwas in der Schatzinsel nicht, rufen die Mitarbeiter im Rheinfelder Schatzkästlein an. Ist es dort vorrätig, wird es nach Wyhlen gebracht. Auch die Angestellten und Helfer stöbern in ruhigen Minuten durchs Angebot, und nehmen den einen oder anderen Schatz mit nach Hause.

Um die Schatzinsel noch bekannter zu machen, entwickeln Gimbel und ihre Kollegen auch neue Ideen. Eine davon: eine Kooperation mit dem Tortos-Park-Café, ähnlich wie der mit dem Quellenstüble. In dem Café werden Produkte aus der Schatzinsel ausgestellt und den Kunden zum Kauf angeboten.