Claus Werner bleibt Kommandant der Feuerwehr Grenzach-Wyhlen. Bei der Hauptversammlung am Samstag wurde er für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

  • Rückblick: Von den insgesamt 116 Alarmeinsätzen wurden 36 wegen Bränden ausgelöst, etwa in Küchen oder Gartenlauben. Wie bei anderen Wehren auch, nahmen die technischen Hilfeleistungen zu, das waren immerhin 70 Fälle. Dazu gehörte auch mehrfach die Schaffung von Zugang zu verletzten oder hilflosen Personen in Wohnungen.

Nahezu 1500 Stunden brachten die 63 Feuerwehrleute, darunter vier Frauen, dafür auf, um bei Übungen ihre Fertigkeiten weiter zu festigen. Dazu kamen noch 37 Teilnahmen an Lehrgängen, unter anderem für den Funkverkehr auf dem Rhein. Für Einsätze auf dem Fluss ist die Feuerwehr der Gemeinde speziell ausgestattet, deshalb verfügen auch einige Kameraden über Bootsführerscheine.

Aufmerksam verfolgt wurde der Bericht von Jugendwart Sebastian Werner. Die mit elf Mädchen und Jungen besetzte Jugendfeuerwehr absolvierte nämlich Ende Juli einen 24-Stunden-Dienst. Dieser diente sowohl der Teambildung als auch der Herausforderung, in dichter Folge sehr unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen, so wie in der Aktivmannschaft.

Dazu gehörte die Tierrettung von einem Baum, wozu Steckleitern notwendig wurden, später der Zugang zur einem unbekannten Gebäude, in diesem Falle der Hebelschule, nachdem dort die Brandmeldeanlage auslöste. Aber auch eine Ölspur galt es zu beseitigen und richtiges Feuer musste gelöscht werden, weil eine Gartenlaube brannte. Diese Vielfalt innerhalb kurzer Zeit zeigte den Jugendlichen auch, wie notwendig der zuverlässige Umgang miteinander ist, sich aufeinander verlassen können ist schließlich eine der wichtigsten Voraussetzen für Mitglieder in der Feuerwehr.

Dies hob auch Kreisbrandmeister Christoph Glaisner hervor, als er die Kameraden nochmals an den Selbstschutz erinnerte. Die Gemeinde lobte er, weil sie den Feuerwehrbedarfsplan sehr konsequent fortschreibt. Verlässlichkeit auf zeitgemäße Ausstattung sei eine wichtige Voraussetzung für sichere und wirksame Arbeit jeder Feuerwehr.

Darauf bezog sich auch Bürgermeister Tobias Benz in seinem Grußwort. Die Beschaffung eines neuen Hilfelöschfahrzeuges läuft derzeit, womit eine weitere spürbare Verbesserung der Leistungsfähigkeit erreicht wird. Erst im Vorjahr waren ein neuer Einsatzleit- und ein Kommandowagen übernommen worden. „Selbst in angespannter finanzieller Situation ist sich der Gemeinderat einig, die Feuerwehr mit den notwendigen Erneuerungen auszustatten“, sagte der Bürgermeister. „Das ist auch eine Wertschätzung des hohen Engagements für Ihre ehrenamtliche Arbeit.“ Benz bedankte sich auch für die Hilfe bei öffentlichen Ereignissen im Ort, sei es nun beim Neujahrsempfang oder bei der Traditionspflege wie der Durchführung der Fasnachtsfeuer.

  • Wahlen: Turnusgemäß stand die Neuwahl des Kommandanten an. Claus Werner übt dieses Amt seit 20 Jahren aus, er ist auch bereit, dies noch für eine weitere Wahlperiode von fünf Jahren zu übernehmen. In der geheimen Wahl erhielt er 42 von 53 Stimmen, damit bleibt er Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Grenzach-Wyhlen. In den Dienst wurden vier Kameraden neu aufgenommen, ihre Verpflichtung erfolgte per Handschlag.
  • Ehrungen: 31 Kameraden erhielten Anerkennungen für langjährige Zugehörigkeit, allein das neu geschaffene Ehrenzeichen des Landes für 15 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurde 21 Mal verliehen. Ehrenmedaillen des Landes Baden-Württemberg erhielten Harald Kannenberg für 25 Jahre und Klaus Fellmann für 40 Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr.