Zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt hat der Ortsverein Grenzach-Wyhlen – der selbst mit 87 Jahren übrigens noch ein bisschen jünger ist – mit zahlreichen freiwilligen Helfern und dem Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) einen Festtag im Emilienpark auf die Beine gestellt. Der Kunsthandwerker- und Hobbymarkt, Musik, Essen, Trinken und die Angebote für Kinder lockten am Samstag zahlreiche Besucher an.

  • Der Festakt: Manfred Herbertz, Ehemann der zweiten Vorsitzenden Rosemarie Herbertz, hatte anlässlich des Jubiläums eine Festschrift für die Besucher verfasst. Darin werden die Geschichte und die heutige Arbeit der Awo erläutert und mit Fotos aufgezeigt. Rosemarie Herbertz betonte in ihrer Ansprache, dass sich an den Zielen der Awo, die Gesellschaft ein Stück sozialer, gerechter und solidarischer zu machen, nichts geändert habe.

Das bekräftigte auch Kreisvorsitzende Hannelore Nuss in ihrer Rede: „In unserer täglichen Arbeit erleben die Ortsvereine und der Kreisverband hautnah, was Armut und Ausgrenzung bedeutet.“ Bürgermeisterstellvertreterin Annette Grether freute sich speziell auch über den Boule-Platz im Emilienpark, den die Awo anlässlich des Jubiläums der Gemeinde geschenkt hat.

  • Das Rahmenprogramm: Im Festzelt schenkte die Awo Kaffee und Kuchen aus, dazu gab es Musik wie Schlager von „Bernd Busam and friends“, an der das ständig wechselnde Publikum viel Freude hatte. Kurt Paulus vom Förderverein für das Emilianum erzählte außerdem Wissenswertes zu 100 Jahren Awo. Zahlreiche Besucher hörten ihm interessiert zu.

Auf dem Rasen neben dem Zelt zeigte die Rock‘n‘Roll-Tanzgruppe des Turnerbunds Wyhlen schwungvolle Vorführungen. Auch die Zaubershows von Magic Sonja konnten im Freien dargeboten werden. „Die Awo muss einen guten Draht zu Petrus haben, das Wetter ist wunderbar“, sagten viele Besucher. Verpflegung gab es an ständig belagerten Imbisswagen, wegen des schönen Wetters hatte auch der italienische Eisverkäufer alle Hände voll zu tun. Höhepunkt im Festzelt war der Auftritt der Goschehobel, die mit alemannischen Liedern im Folk-Rock-Stil das Publikum bezauberten.

  • Der Markt: Regina Pfirrmann, Beisitzerin des Awo-Ortsvorstandes, organisierte den Hobby- und Handwerkermarkt, der mit kreativen Produkten punktete. Sie leitet außerdem die Gruppe „Flinke Finger“, in der sich Frauen aller Altersgruppen zusammengefunden haben und häkeln und stricken. Diese Handarbeiten werden verkauft, der Erlös kommt sozialen Zwecken zugute.
Beim Handwerker- und Hobbymarkt im Emilienpark gab es einiges zu sehen.
Beim Handwerker- und Hobbymarkt im Emilienpark gab es einiges zu sehen. | Bild: Danielle Hirschberger

Neben den Strickwaren der „Flinken Finger“ gab es auf dem Markt noch mehr Buntes und Schönes – Stehlampen aus Schwemmholz vom Kraftwerk Wyhlen, zu interessanter Dekoration umgestaltete alte Teetöpfe, Rehschädel als Gummiskelette mit Geweih aus Blumenvasen, fliegende Schweine aus Keramik, Kränze aus ausrangierten Drahtkleiderbügeln oder Häuschen, die aus alten Postkarten genäht wurden. Die Besucher staunten über die Kreativität, die sich hier entfaltet hat, über die außergewöhnlichen Produkte, die oft aus Recyclingmaterial von den Ausstellern fabriziert wurden.

  • Die Aussteller: Die Aussteller kamen alle aus der Region. Stefanie Gimbel verkaufte Waren aus dem Awo-Sozialkaufhaus Schatzkästlein. Die Geschwister Kuhn boten einzigartigen Schmuck an. Eltern des Waldkindergartens Wyhlen hatten für den Stand hübsche Produkte gefertigt, die nun zugunsten des Kindergartens verkauft wurden. Mit dabei auch der Rheinfelder Verein Hilfe für Ostsumba, dessen Vorsitzender Klaus Altenstetter informierte, dass der Verein ein Grundstück auf Sumba geschenkt bekommen habe. „Wir werden einen zweiten Kindergarten bauen und sind froh um diese Gelegenheit, die Vereinskasse aufbessern zu können.“ Das DRK war mit Ersthelfern da, die in Vorführungen zeigten, was der Verein leistet. Die Mitglieder hatten auch eine Gulaschkanone dabei, sie war allerdings nur Anschauungsmaterial und blieb daher kalt.
  • Die Besucher: Das Jubiläumsfest war ein Generationenfest mit Besuchern von ganz jung bis ganz alt, viele Familien verweilten im Park. Lange Warteschlangen gab es beim Kinderschminken, Zauberin Sonja war umringt von Kindern, die eifrig mitmachten. Das Spielmobil war gut besucht. Der Bierbrunnen lockte die Besucher an, ein Getränk und das herrliche Wetter im Freien zu genießen.
  • Das Fazit: Zufrieden mit dem Verkaufsergebnis bauten die Aussteller nach acht Stunden gegen 18 Uhr ihre Stände wieder ab. „Hier im Emilienpark macht es Spaß. Ich kenne viele Besucher, das ist ein Heimspiel“, sagte etwa Heiko Arnold aus Rheinfelden, der bekannt ist für seine bunten Kühe aus Pappmaché. Auch Regina Pfirrmann äußerte sich zufrieden über den Ablauf des Tages: „Das Ambiente hier im Park ist einfach wunderbar, auch die Senioren waren begeistert.“