Grenzach-Wyhlen – Wie Maulwurfshügel tauchen sie auf und verschwinden wieder: Baustellen, die im Zuge des Breitbandausbaus entstehen, wandern regelrecht durch die Gemeinde. Aktuell werden auf dem Neufeld Glasfaserkabel verlegt, Arbeiten laufen auch im Neubaugebiet Hornacker. Bauherr ist hier der Zweckverband des Landkreises. Auch die Telekom ist wieder tätig und zwar in Wyhlen.

  • Telekom: Im Juni hatte das Unternehmen in der Klosterstraße gearbeitet, nun folgen Grabarbeiten im Römerweg, Salinenweg bis zur Einmündung in die Alemannenstraße, an der Süd-Ost Ecke Rheinstraße/ Alemannenstraße, im Gehweg der nördlichen Wartenbergstraße/Einmündung Geh- und Radweg sowie im Bereich Rheinfelder Straße an der Einmündung zur Straße „Im Baumgarten“ und im Gehweg „Im Baumgarten“ bis zum Rathaus., teilt die Gemeinde am Dienstag mit.

An verschiedenen Orten mit punktuellen Öffnungen – in der Regel im Gehweg – im Ortsgebiet werden Kabel in vorhandene Rohre eingezogen. Dies betrifft die Alemannenstraße, Kraftwerkstraße, Solvaystraße, Rheinfelder Straße, Kirchstraße und Klosterstraße.

Montagegruben müssen in der Kraftwerkstraße 14, Römerweg 5, Rheinfelder Straße 23 und Kirchstraße 3 hergestellt werden. Hierbei wird – ebenfalls in der Regel im Gehweg – ein Loch gegraben und nach der Montage wieder verfüllt. Die Gemeindeverwaltung gibt außerdem bekannt, dass mit verkehrsregelnden Maßnahmen und verschiedenen Sperrungen von Gehwegen und Straßenteilen zu rechnen sei, wobei der Verkehr wie Fußgänger, Rad- und Autofahrer jeweils berücksichtigt werde.

Die Straße „Im Baumgarten“ wird einen Tag lang in der Zeit zwischen dem gestrigen Dienstag und bis Samstag, 17. August, vollständig gesperrt. Der Notfalldienst ist geregelt. Anwohner werden gebeten, diese Sperrung in ihre Planung miteinzubeziehen und Fahrzeuge bei Bedarf außerhalb der Straße „Im Baumgarten“ abzustellen. Ein Anfahren der Grundstücke ist an diesem Tag nicht möglich. Die betroffenen Anwohner werden rechtzeitig über die Maßnahme informiert.

Die gesamten Arbeiten werden voraussichtlich Mitte Oktober eingeplant, wobei zunächst die Grabarbeiten und anschließend die Kabelzugarbeiten durchgeführt werden. Die Verwaltung und die Projektbeteiligten bitten alle Betroffenen um Verständnis und werden alles daran setzen, dass die Arbeiten ohne größere Behinderungen schnellstens durchgeführt werden.

  • Zweckverband: Für Paul Kempf, Geschäftsführer des Zweckverbands, ist die Tätigkeit der Telekom nicht überraschend. Die Gemeinde habe ihn darüber informiert. „Bis auf die Randlagen bauen diese Unternehmen alles aus.“ Was dieser Ausbau aber für Erfolge zeitige, werde man sehen. „Telekom oder auch Unitymedia ertüchtigen ihr Kupferkabelnetz, während wir mit der Glasfaser bis ans Haus gehen“, so Kempf weiter. Um die Ränder der Gemeinde aber kümmert sich der Zweckverband, der im gesamten Landkreis im vergangenen Jahr bis zu 30 Millionen in den Ausbau des Glasfasernetzes investiert hat. Abgeschlossen und in Betrieb sind die Wohngebiete Siedlung und Rührberg sowie das Gewerbegebiet Fallberg. Mittendrin ist der Zweckverband auf dem Neufeld, los geht‘s außerdem im Neubaugebiet Hornacker. Das nächste große Areal wird nun angegangen – von der Talstraße bis zur Rebgasse und rüber an die Grenze nach Bettingen. „Das sind rund 260 Häuser“, so Kempf. Für die Anwohner wird es im September eine Bürgerinformation geben, nähere Infos dazu folgen. Ein größeres Projekt ist außerdem in Planung: Weil Energiedienst in der Emil-Barrell-Straße umfangreiche Arbeiten an der Stromversorgung vornimmt, schließt sich der Zweckverband gleich an. „Wir versuchen immer, solche Bauarbeiten parallel zu nutzen.“

Denn die Stromkabel und die Leitungen fürs schnelle Netz liegen unter der Straße in gleicher Tiefe. „Wenn wir unsere Leitungen verlegt haben, kann die Industrie entscheiden, ob sie sich anschließt“, so Kempf. Diese Maßnahme wird jedoch noch etwas dauern, weil der Zweckverband unter den Bahngleisen hindurch bauen muss. „Das bedeutet erfahrungsgemäß immer einen höheren Genehmigungsaufwand.“ In Geduld üben müssen sich auch die Menschen, die an den Rändern der Randlagen arbeiten oder leben. „Wir schließen alle an, aber bei manchen Gebieten dauert es länger.“ Ein Beispiel etwa ist das Areal am Rhein im Schacht.