Grenzach-Wyhlen – Zum 1. September tritt die neue Landesheimbauverordnung in Kraft. Diese sieht verschiedene Vorgaben für Pflegeheime vor, unter anderem ist die Unterbringung in Doppelzimmern nicht mehr erlaubt, ebenso gibt es Mindestgrößen der Zimmer. Sowohl die Himmelpforte in Wyhlen, als auch das Seniorenzentrum Emilienpark hatten um Aufschub gebeten – die Antworten der Heimaufsicht des Landkreises fallen unterschiedlich aus.

Die Himmelpforte

Der Himmelspforte in Wyhlen wurde eine Übergangsfrist von fünf Jahren gewährt, wie der ehrenamtliche Geschäftsführer der Seniorenheim-GmbH , Bernd Mattes, mitteilt. Zwar gibt es in der Himmelspforte keine Doppelbelegung der Zimmer mehr. „Aber für uns ist der Altbau relevant“, so Mattes auf Nachfrage. Dort gebe es Einzelzimmer, die nach der neuen Verordnung zu klein seien. „Außerdem hat nicht jedes Zimmer einen eigenen Sanitärbereich, wie gefordert.“ Nun darf die Himmelspforte mit diesen Begebenheiten weitere fünf Jahre arbeiten. „Wir wollten eigentlich eine Ausnahme bis 2032 erreichen, aber die nun gesetzte Frist wurde uns von der Heimaufsicht so gewährt“, erklärt Mattes. Luft verschafft sie dennoch, und zwar für die Planungen, wie es mit der Himmelspforte weitergehen wird, wenn im Neubaugebiet Kapellenbach-Ost ein neues Pflegeheim entstanden ist. „Wir werden nun ein Konzept überlegen“, so Mattes. Auch wegen des engen Zeitfensters ist ihm sehr daran gelegen, dass die Erschließung von Kapellenbach-Ost möglichst zeitnah erfolgt. Dort sollen neue und zusätzliche stationäre Pflegeplätze geschaffen werden. „Sollte sich abzeichnen, dass wir noch länger brauchen, hat uns der Landkreis eine Fristverlängerung eingeräumt“, so Mattes.

Darüber hinaus berichtete Mattes von der jüngsten Gesellschafterversammlung, an der er von einem zunächst schwierigen aber alles in allem doch erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 gesprochen habe. Zum Erfolg beigetragen habe wesentlich auch die Stabilisierung durch die neue Heimleitung, Mirjam Ganter, die die Gesellschafter über die Belegung des Hauses und das Leben in der Einrichtung anschaulich informierte.

Der Emilienpark

Auch das Seniorenzentrum Emilienpark hat Post von der Heimaufsicht bekommen. Wie die Pressesprecherin des AWO-Bezirksverbands auf Nachfrage mitteilt, müssen sechs Doppelzimmer umgebaut werden. „Für weitere zwölf haben wir die Genehmigung, sie bis 2035 zu erhalten.“

Diese Frist erklärt sich durch die sogenannten „ermessenslenkenden Richtlinien“. Da das Seniorenzentrum Emilienpark 2010 mit Fördergeldern umgebaut und saniert wurde, räumt der Gesetzgeber ihm eine längere Frist ein – 25 Jahre ab dem Zeitpunkt der Sanierung. Damals entstanden in einem Erweiterungsbau 52 Dauerpflegeplätze, im Bestand 48.