Grenzach-Wyhlen Arge verliert zwei Urgesteine

Horst Happle und Albert Greiner von der Vorstandsspitze der Vereinsvertretung stehen am Montag nicht mehr zur Wahl.

Am kommenden Montag findet die Herbstsitzung der Arge statt. Arge heißt Arbeitsgemeinschaft. Sie ist der Zusammenschluss der Grenzach-Wyhlener Vereine. Jetzt stehen der Arge große Einschnitte bevor. Nach 14 Jahren hört Horst Happle als Vorsitzender auf, sein Stellvertreter Albert Greiner, verlässt den Vorstand nach mehr als 20 Jahren. Die Arge hatte früher schon einmal bestanden und war dann aufgelöst worden, wie sich Greiner erinnert. 1996 nahm sie wieder die Arbeit auf mit Fritz Gerbel an der Spitze. Alle zwei Jahre wechselte der Vorsitz, bis 2003 Horst Happle als Vorsitzender des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen die Arge übernahm.

Die Arge hat mehrere Aufgaben, wie Greiner erzählt: „Bei Vereinsjubiläen hat es zu lange gedauert, wenn jeder Vereinsvorsitzende ein Grußwort gesprochen hat. Das wollte man abkürzen“, erinnert er sich. Seither war es Aufgabe des Arge-Chefs, im Namen aller Vereine eine Rede bei Jubiläen zu halten. Happle kann sich nicht erinnern, wie viele Reden er so wohl gehalten hat. Tatsächlich hätte das den offiziellen Teil von mancher Jubiläumsfeier deutlich abgekürzt, auch wenn trotzdem noch einige Vereinsvertreter selbst ans Mikrofon gehen würden, etwa, wenn enge Beziehungen zwischen den Vereinen bestünden. 1996 wurde sogar eine gemeinsame Kasse der Vereine unter Verwaltung der Arge gestellt. Jeder Verein sollte ungerechnet 20 Euro im Jahr einzahlen, damit zentral Jubiläumsgeschenke besorgt werden konnten. Allerdings hat das nicht lange funktioniert. Einzelne Vereine bezahlten nicht, so dass der Vorstand einen anderen Weg ging: Bei jedem Vereinsjubiläum wurden die anderen Vereine einzeln angefragt und überwiesen dann meist etwas an die Arge-Spitze.

Albert Greiner
Albert Greiner | Bild: Ralf H. Dorweiler

Weitere Aufgaben waren die Koordination von Vereinsterminen und das Vorschlagen von Personen, die von der Gemeinde geehrt werden könnten.

„Das mit den Terminen hat nicht immer geklappt“, gibt Greiner zu. „Zum Beispiel ist am Montag die Arge-Sitzung und gleichzeitig lädt die Senioren-Union ein.“ Es gebe einfach zu viele Vereine in Grenzach-Wyhlen, fügt Happle an, da würden eben die Wochenende ausgehen. Rund 60 Vereine sind an der Arge beteiligt, nicht dabei sind politische und kirchliche Vereine, wie Greiner erläutert. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass bei den beiden Sitzungen der Arge – eine im März und eine im Oktober – demnach auch mindestens 60 Personen anwesend sein sollten. Selten jedoch waren es mehr als 30. „Meist kamen 20 bis 25 Vereine vorbei“, meint Greiner. Die großen Vereine seien meist vertreten gewesen. Auffällig sei, dass Fasnachtsvereine besonders in den letzten Jahren sehr regelmäßige Teilnehmer gewesen seien.

Zu jeder der Arge-Sitzungen gehörte es, dass zu einem aktuellen Thema ein möglichst erkenntnisbringender Vortrag für die Vereine angeboten wurde. Greiner organisierte, dass mal ein Finanzbeamter über Steuerfragen referierte oder es um Hygienevorschriften bei der Bewirtung auf Vereinsfesten ging. Happle und Greiner sind nun beide 78 Jahre alt und ziehen sich aus dem Arge-Vorstand zurück. Am Montag wird wohl ein neuer Vorstand gewählt, wenn sich Kandidaten für die beiden Posten finden. Beide gehen davon aus. Happle meint allerdings auch, dass der Arge wohl Änderungen bevorstehen.

Nach 14 Jahren hört Horst Happle (links) als Vorsiteznder der Arge auf. Albert Greiner (rechts) verlässt den Vorstand nach mehr als 20 Jehren. Bilder: Archiv
Nach 14 Jahren hört Horst Happle (links) als Vorsiteznder der Arge auf. Albert Greiner (rechts) verlässt den Vorstand nach mehr als 20 Jehren. Bilder: Archiv

Zunächst hat die Gemeindeverwaltung die Organisation der nächsten Arge-Sitzung mitübernommen. Neben der Verabschiedung und Neuwahl werden weitere Tagesordnungspunkte werden die Koordination der Freiwilligenarbeit in Grenzach-Wyhlen, die Abfrage zur Beteiligung an der Bewirtung anlässlich des SlowUp 2018 sowie die Ehrungsordnung sein. Die Sitzung findet im Vereinsheim der Kleintierzüchter im Rustel statt und beginnt um 19.30 Uhr.

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