Grenzach-Wyhlen – Zum traditionellen Doppelkonzert zum Jahresende hatte das Akkordeon-Orchester Grenzach am Samstag ins Haus der Begegnung eingeladen. Diesmal war das Ensemble Querblechein zu Gast. Judith Lutz, Vorsitzende des Akkordeon-Orchesters, freute sich über den vollen Saal. Dass so viele Musikfreunde gekommen sind, so betonte sie in ihrer Begrüßungsansprache, sei ein großes Kompliment an die Musiker. Die zahlreichen Besucher erlebten gleich zwei tolle, mitreißende Konzerte mit jeweils abwechslungsreichem und anspruchsvollem Programm – für die es jeweils auch einen lang anhaltenden, begeisterten Beifall gab.

Eröffnet wurde das Doppelkonzert in diesem Jahr nicht von den Gästen, sondern vom Akkordeon-Orchester Grenzach unter der Leitung von Tanja Rauschenberger. Musikalisch begrüßt wurden die Zuhörer mit der Ouvertüre „La Cenerentola“ von Giacomo Rossini. Danach beeindruckte das Orchester mit den beiden Wettbewerbsstücken vom diesjährigen Eidgenössischen Musikfest, bei dem das Akkordeon-Orchester Grenzach den ersten Platz in der Höchststufe erzielte: Das Pflichtstück „Chaconne“ von Hans Josef Wedig, sowie das von Tanja Rauschenberger ausgewählte Stück „The Colors“ von Slavko Suklar – ein Stück mit starken Kontrasten von Lautstärke, Artikulation und Rhythmus, bei dem die Zuhörer vor allem auch die große Vielfalt an Klangfarben des Akkordeons entdecken konnten. Weiter ging es im Programm mit der bekannten Sinfonischen Dichtung „Die Moldau“ von Friedrich Smetana, bevor mit „Train to Heaven“ zu einer rasanten, atemberaubenden „Zugfahrt“ eingeladen wurde. Es folgten zwei Zugaben und eine Pause, bevor Querblechein unter der Leitung von Jürgen Thun das Doppelkonzert mit festlicher Musik von Richard Strauss fortsetzte.

Der Name „Querblechein“ steht für musikalische Vielseitigkeit – und so boten die Musiker ein entsprechend abwechslungsreiches Programm. Sie begeisterten mit dem Katzen-Duett von Gioachino Rossini mit den Trompeten-Solisten Mike Dietsche und Burkhard Wilms, ebenso mit den gewaltigen, monumentalen Klängen beim Stück „Das große Tor von Kiew“ von Modest Mussorgsky und dem Schweizer Volkslied „Du fragsch mi wär i by“ mit einer Melodie, „die zu Herzen geht“. Für Begeisterung sorgte auch Schlagzeugspieler Uwe Kaiser mit seinem Solo beim Stück „Sing, Sing, Sing“. Großen Applaus gab es ebenso für den traditionellen Gospelsong „Just a closer walk“ und die beeindruckende „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury.

Mit zwei Zugaben klang das Doppelkonzert schließlich aus. Für 40-jährige Mitgliedschaft, davon rund zehn Jahre als aktives Mitglied, wurde danach Jutta Koppetsch geehrt. Judith Lutz überreichte ihr die Ehrennadel in Gold.