Der Umbau des Grenzacher Zollübergangs schreitet weiter voran: Ab Montag, 3.September, beginnen die Rohbauarbeiten für die Verkehrsinsel und die Fundamente des neuen Dachs, weshalb die Fahrbahn in beide Richtungen eingeengt werden muss. Erst im November müssen sich die Grenzgänger wieder auf eine Vollsperrung einrichten.

Auftraggeber für den neuen Zollübergang ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. In deren Auftrag hat das Staatliche Hochbauamt Freiburg die Erneuerung der Zollwärterkabine und der Dachkonstruktion geplant. Wie letztere aussehen wird, bleibt für die Öffentlichkeit noch ein kleines Geheimnis. „Eine Visualisierung im Sinne einer 3D-modellierten Perspektive liegt momentan noch nicht vor“, sagt Referatsleiterin Kirstin Schätzel auf Nachfrage.

Das neue Fahrbahndach werde etwas kleiner sein, als der ehemalige „Hörnle-Zirkus“, so Schätzel weiter. Die zukünftige stählerne Dachkonstruktion wirke insbesondere wegen ihrer eindrucksvollen Untersicht markant, verrät Schätzel. „In die metallische Dachverkleidung integrierte Leuchten sorgen nicht nur für eine vorschriftsmäßige Belichtung der Anlage, sondern erzeugen auch ein Bild zeitgenössischer, moderner Architektur.“

Seit 1981 prägte der „Hörnle-Zirkus“ das Bild am Grenzübergang. Die neue Dachkonstruktion soll zeitgenössisch werden. <em>Bild: Dor</em>
Seit 1981 prägte der „Hörnle-Zirkus“ das Bild am Grenzübergang. Die neue Dachkonstruktion soll zeitgenössisch werden. | Bild: Ralf H. Dorweiler

Als modern – einigen vielleicht zu modern – wirkte die ehemalige Dachkonstruktion auf die Menschen, wie ein Blick ins Archiv verrät. Seit 1981 prägte das einem „Drei-Mast-Zirkuszelt“ ähnelnde Dach den Grenzübergang, im April dieses Jahres wurde die Konstruktion endgültig abgebaut.

Von Montag an, bis schätzungsweise 28.September, beginnen die Arbeiten an den Fundamenten für die neue Dachkonstruktion sowie die Herstellung der Verkehrsinsel. Für diese Arbeiten muss die Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen auf etwa 50 Meter eingeengt und verschwenkt werden. Die Sperrung beschränkt sich auf den Bereich des Grenzüberganges, angrenzende Einmündungen werden nicht beeinflusst.

Bild: Verena Pichler

Laufen diese Arbeiten störungsfrei, kann die Montage der neuen Dachkonstruktion im November erfolgen. Da sich das Baufeld zwischen den Fahrspuren befindet, muss der Verkehr für manche Arbeiten eingeschränkt werden. „Die Montage der neuen Dachkonstruktion kann nur während einer Vollsperrung des Grenzübergangs durchgeführt werden“, heißt es aus dem Staatlichen Hochbauamt weiter. Dies werde aber nur einige Tage dauern. Auch bei manchen folgenden Arbeiten müssen die Fahrspuren teilweise verengt werden. „Die Verkehrsteilnehmer und die von der Maßnahme betroffenen Anwohner werden darüber rechtzeitig informiert und um Verständnis gebeten“, so Schätzel abschließend. Seitens der Gemeinde lobte Jürgen Käuflin die bislang reibungslos laufenden Arbeiten. „Das wird alles immer gut koordiniert“, so Käuflin am Freitag.

Derzeit geht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben von Kosten in Höhe von rund 600 000 Euro für die gesamte Maßnahme aus.