In Grenzach-Wyhlen steckt sehr viel mehr, als der erste Blick bei der Durchfahrt durch die Doppelgemeinde glauben lässt. Doch die ständig steigende Bevölkerungszahl spricht für sich. Zwar ist sie auch der Ansiedlung großer Industrieunternehmen in Grenzach-Wyhlen selbst und der grenznahen Schweiz geschuldet. Doch die herausragende Lage im Dreiländereck bedeuten kurze Wege in die Schweiz, nach Frankreich sowie Italien oder Österreich und mit den damit verbundenen unzähligen Freizeitmöglichkeiten, ist das der Beweis dafür, dass es sich in Grenzach-Wyhlen gut leben lässt. Der Flughafen in Basel/Mulhouse ist in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen und eröffnet den Bürgern so das Tor in die große weite Welt.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Grenzach-Wyhlen zu einem wichtigen, grenzüberschreitenden Standort entwickelt. Die Doppelgemeinde ist geprägt durch die chemische und pharmazeutische Industrie und zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern. Aber auch der Handel, das Handwerk und das Gewerbe können sich sehen lassen.

Kurze Wege im Zentrum der beiden Gemeinden lassen die vielen Geschäfte auch bequem zu Fuß erreichen. Sie bieten alles, was im Alltag benötigt wird. Gleichzeitig laden die Straßencafés oder der Emilienpark zu einem Bummel und Spaziergang ein. Der Emilienpark erinnert heute noch daran, dass es in Grenzach-Wyhlen in frühen Jahren auch Heilwasser gegeben hat.

Eine Vielzahl an Klein- und Mittelstandsbetrieben in den Bereichen Handwerk und Handel hat sich im Gewerbegebiet „Fallberg“ angesiedelt. Weitere Betriebe sind in der Grenzacher „Salzlände“ heimisch geworden und sorgen so für eine noch größere Auswahl an Gewerbe für die Bevölkerung. Momentan befasst sich die Gemeindeverwaltung mit der Planung „Neuer Mitten“ für Grenzach und Wyhlen, die neben dem Handel selbst, auch die Bereiche Arbeit, Freizeit, Verkehr oder Jugend, aber auch die ökologischen Aspekte, berücksichtigt. Die Ansiedlung großer Lebensmittelmärkte im Gewann „Gleusen“ und die Überlegung darüber, einen Gewerbepark mit vielen Freizeitmöglichkeiten und Gastronomie im Bereich des Wyhlener „Schachts“, sorgen für eine weitere, auch grenzüberschreitende, Aufwertung des Ortes .

Um Platz zu schaffen für die wachsende Bevölkerung, ist auch die Ausweitung der Wohngebiete immer ein Thema für die Verwaltung. Inzwischen hat sie das Gebiet „Winkelmatten“, südlich des Friedhofs in Wyhlen entwickelt. Das Wohngebiet „Am Kapellenbach“ ist inzwischen abgeschlossen und zählt heute zu den begehrten Baugebieten in der Doppelgemeinde. Eine perfekte Verkehrsanbindung auf der Straße und auf Schienen ist ein weiteres Plus in Grenzach-Wyhlen. Bequem gelangt man so - wenn die Grenzen wieder offen sind - in die benachbarte Schweiz nach Basel in das Messezentrum oder in die Naherholungsgebiete sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz.

Attraktive Ausflugsziele bieten Abwechslung

Der Hornfelsen in Grenzach ist ein ehemaliger Kalksteinbruch. Von dort aus hat man eine herrliche Aussicht über Grenzach über den Rhein bis in die Schweiz. Am Fuße des Felses liegt der südlichste Rebhang des Weinbaugebietes Baden. Bilder: Susanne Eschbach
Der Hornfelsen in Grenzach ist ein ehemaliger Kalksteinbruch. Von dort aus hat man eine herrliche Aussicht über Grenzach über den Rhein bis in die Schweiz. Am Fuße des Felses liegt der südlichste Rebhang des Weinbaugebietes Baden. Bilder: Susanne Eschbach

Grenzach Wyhlen bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten und lädt in vielfacher Hinsicht auch zu einer Reise in die Vergangenheit ein.

Ein Ort, der immer zu einem Spaziergang einlädt, ist der Hornfelsen. Von dort aus bietet sich dem Besucher ein umfangreicher Blick auf Grenzach und seine Industrie, aber über den Rhein auch nach Riehen und nach Basel. Bei dem Grenzacher Hornfelsen handelt es sich um einen ehemaligen Kalksteinbruch zu dessen Füßen der südlichste Rebhang des Weinbaugebietes Baden liegt. Der Hornfelsen ist ein Teil des Naturschutzgebietes Grenzacher Buchswald, das von einer Reihe seltener Tier- und Pflanzenarten geprägt ist.

Ebenfalls eine herrliche Natur eröffnet sich im Naturschutzgebiet „Althrein Wyhlen“. Dieses Naturschutzgebiet ist durch den Anstau des Rheins entstanden. Der dichte Schilfbestand und das Weidengebüsch bietet ein umfangreiches Brutgebiet, ist aber auch Winterquartier zahlreicher Wasservögel.

Der Verein für Heimatgeschichte Grenzach-Wyhlen betreibt das Regionalmuseum „Römervilla Grenzach“, ein Museum für römische Alltagskultur. Bereits 1893 sind Spuren einer Römervilla bei Wasserleitungsarbeiten entdeckt worden. Unter anderem fanden sich Bruchstücke einer stattlichen Säule aus dem Innenbereich der Villa. Erst als 1983 einige Häuser in diesem Gebiet abgerissen worden sind, kamen unter anderem Originalmauern aus römischer Zeit zum Vorschein. Auch ein Wasserbecken ist freigelegt worden. Bei weiteren Ausgrabungen wurde ein Anwesen mit Nebengebäuden mit einer Gesamtfläche von 8500 Quadratmetern freigelegt. Heute zählt die Grenzacher Römervilla zu den bedeutendsten Ausgrabungen aus römischer Zeit in Südbaden.

Eigentlich war man in Grenzach einst auf der Suche nach Salz. Doch statt auf ein Salzlager, stieß man bei den Bohrarbeiten 1863 in 30 Meter Tiefe auf eine Mineralwasserquelle. Drei Jahre und eine erfolgreiche Analyse später, wurde der Vorschlag gemacht, Grenzach zu einem Kurbad auszubauen. 1896 erhielt das Wasser eine goldene Medaille auf der internationalen hygienischen Ausstellung in Baden-Baden. Doch die Industrialisierung und die damit verbundene Ansiedlung großer Firmen setzten den Grenzacher Plänen zur Wandlung in einen Kurort ein Ende. Heute erinnert eine Dauerausstellung im Emilienpark an ein kleines Stück Geschichte in Grenzach.

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