Mitarbeiter des Pharmaherstellers und Gäste aus Politik und Wirtschaft trafen sich am Dienstagvormittag zur Grundsteinlegung für das künftige „Flexible Office Building“ auf dem Roche-Areal. Der Konzern investiert 60 Millionen Euro und schafft 250 moderne Arbeitsplätze sowie ein Konferenzzentrum für bis zu 500 Besucher.

Große Metallkapsel befüllt mit Allerlei

Eine große Metallkapsel wurde befüllt mit Tageszeitungen, einer Wappenscheibe der Gemeinde, dem aktuellen Roche-Magazin, mit einer Ampulle aus der eigenen Produktion von vor 70 Jahren und sogar einer Haarnadel. Dann hob ein Kran diesen Grundstein an seinen Platz. „Der Grundstein wird auch später noch sichtbar sein, deshalb die Beschriftung auf dem Deckel“, erklärte Vorstandsvorsitzender Hagen Pfundner. „Es wird im Boden ein Guckloch geben, um diesen Stein wiederzufinden.“

Neue Arbeitswelt auch eine Wohlfühlwelt

Das sei nur ein Detail der ganz besonderen Gestaltung dieses zukunftsweisenden Neubaus. Ein Arbeits- und Begegnungsumfeld soll es werden, das inspiriert, Kreativität, Individualität und Kooperation fördert und gleichzeitig den Austausch ermöglicht. Mit diesem innen sehr variablen Gebäude möchte Roche Pharma den Schritt in neue Arbeitswelten wagen. Freundliche Begegnung sei für erfolgreiche Arbeit ebenso wichtig wie der tiefgründige Gedankenaustausch, meinte Pfundner, deshalb werde die neue Arbeitswelt auch eine Wohlfühlwelt sein.

Firmenareal ist künftig offen zur Gemeinde

Kernstück des Gebäudes wird das variable Forum, in dem bis zu 500 Personen Platz finden. Mit diesem Neubau setze die über 120-jährige Firma einen ersten Schritt in die neue Arbeitswelt. Verbunden mit dem Flexible Office Building ist auch die Öffnung zur Gemeinde hin. Das jetzt noch abgeschlossene Firmenareal wird künftig offen sein, als Begegnungsfläche zwischen Unternehmen und Partnern dienen. Nach innen grenzt das Gebäude an die mit 70 Bäumen bepflanzte Piazza. Das Haus soll Blickmarke in der Gemeinde sein und die Industrieanlage freundlicher und markant darstellen.

Unternehmen setzt Zeichen der Identität

Diesen Gedanken griff auch Bürgermeister Tobias Benz auf: Für die Gemeinde sei das neue Gebäude ein nachhaltiges Zeichen, das sich einreihe in die umfangreiche Wirkung von Roche Pharma innerhalb des Orts. Sowohl mit der Kindertagesstätte als auch mit der Sanierung der Kesslergrube setze die Firma markante Zeichen der Identität. „Ich finde es sehr beachtlich, dass ein Unternehmen von Weltrang seinen Hauptsitz abseits der Metropolen für die Zukunft ausbaut in einem kleinen Ort in Randlage“, würdigte Benz. Das trage erheblich dazu bei, die Industriegemeinde Grenzach-Wyhlen als bewährten Standort in die Zukunft zu führen.

Eine neue Form von Industrieanlage

Mit der Campusvision schaffe Roche Pharma eine neue Form von Industrieanlage, die auch weiterhin den Ort dominieren werde. Benz nannte die Verbindung zur Gestaltung der neuen Mitte, an deren bisheriger Vorbereitung sich Roche Pharma auch beteiligt habe. Um als Industriestandort weiterhin attraktiv zu sein, setze die Gemeinde auf nachhaltige Lösungen im Wohnungsbau, in der Kinderbetreuung und bei den Bildungsangeboten.

Auffällige Glasfassade und breite Zierbänder

Mit der Auftragsvergabe an das Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein setzt Roche Pharma die vor einem knappen Jahrzehnt begonnene Zusammenarbeit fort und schafft so auch Kontinuität bei den gestalterischen Grundlinien. Das FOB, so die Abkürzung für den Neubau, werde mit seiner auffälligen Glasfassade und den breiten Zierbändern zum Blickfang. Die Baufirmen kommen meist aus der Region mit einem Radius von etwa 80 Kilometern.

Festakt mit der Speedpainterin

Zu Beginn des Festakts trat die Schweizer Aktionskünstlerin Corinne Sutter auf. Sie stellte mit Malen, Sprühen und Spritzen ein vorbereitetes Wandbild fertig, das die Grundidee des Neubaus darstellt. Als „Speedpainterin“ verwandelte sie in nur wenigen Minuten eine zunächst als Zeichnung entstandene Skizze in ein wohl durchdachtes Bild.