Die Gemeindeverbindungsstraße, die von der L 170 zwischen Rothaus und Steinasäge in Richtung Sommerau abzweigt, ist gesperrt. Dies teilte die Gemeindeverwaltung Grafenhausen mit. Die Zufahrt zum Ebersbacher Hof ist jedoch möglich. Das Gasthaus Sommerau ist derzeit nur von der Steinasäge aus erreichbar. Vom Tiefbauunternehmen Staller soll nun geprüft werden, in welchem Umfang die Straße von den Bibern unterhöhlt wurde.

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In Höhe der Einfahrt zum Ebersbacher Hof ist die Straße auf einer Fläche von 1,20 mal 0,70 Meter eingebrochen. Die Tourismusgemeinde Grafenhausen ist mit intakter Natur noch reich gesegnet. Eine Tatsache, mit der auch in Kooperation mit der Hochschwarzwaldtourismus GmbH (HTG) in Prospekten kräftig geworben wird. Fauna und Flora satt. Selbst der Biber, der lange Zeit als ausgerottet galt, hat sich in Grafenhausen wieder angesiedelt und fühlt sich geradezu heimisch.

Auf einer Fläche von 1,20 mal 0,70 Metern ist die Straße durch den Biberbau eingebrochen und deshalb gesperrt.
Auf einer Fläche von 1,20 mal 0,70 Metern ist die Straße durch den Biberbau eingebrochen und deshalb gesperrt. | Bild: Wilfried Dieckmann

Nicht nur unterhalb des Schlüchtseehofs im sogenannten Biberteich an der Schlücht, sondern auch im Naturschutzgebiet am Schlüchtsee haben sich die possierlichen Nager eingenistet. Ebenso an der Gemeindeverbindungsstraße, die von der L 170 in Richtung Sommerau abzweigt, haben die Biber ein Domizil. Diese Straße wurde nun aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil im Bereich des Hofes Ebersbach die Straße unmittelbar über dem vermuteten Biberbau eingebrochen ist.

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In welchem Umfang die Straße unterhöhlt ist, steht noch nicht fest. Wie Bürgermeister Christian Behringer in der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte, wurde das Tiefbauunternehmen Staller aus Mettenberg vom Regierungspräsidium Freiburg bereits beauftragt, das etwa 1,6 mal 0,7 Meter große Loch am Straßenrand genauer unter die Lupe zu nehmen. Nur so könne festgestellt werden, ob noch weitere Straßenbereiche von dem Nager unterhöhlt wurden. Die Gemeindeverwaltung Grafenhausen hat die Straße aus Sicherheitsgründen bis zur Reparatur voll gesperrt.

Bürgermeister Christian Behringer bezeichnete bei einem Vor-Ort-Termin die Straßensperrung als einen notwendigen Schutz. Im Uferbereich sollen Stahlmatten eingearbeitet werden.
Bürgermeister Christian Behringer bezeichnete bei einem Vor-Ort-Termin die Straßensperrung als einen notwendigen Schutz. Im Uferbereich sollen Stahlmatten eingearbeitet werden. | Bild: Wilfried Dieckmann

Wie Bürgermeister Christian Behringer bei einem Vor-Ort-Termin informierte, handele es sich bei der Sperrung um einen notwendigen Schutz. Er zeigte kein Verständnis dafür, dass die Absperrungen von unvernünftigen Zeitgenossen entfernt werden, um die Straße trotz Verbots zu befahren.

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Erst nach genauer Überprüfung können mögliche Maßnahmen in Angriff genommen werden. Auch über eine Öffnung der Straße für den Durchgangsverkehr könne erst dann beschlossen werden. Um eine weitere Unterhöhlung zu verhindern, sollen als langfristige Maßnahme in den Uferbereichen des Teiches unter anderem Stahlmatten angebracht werden.