Ein spannender Ferienauftakt für die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Grafenhausen. 13 Jugendliche waren zu einer 24 Stunden-Bereitschaft mit Übernachtung ins Feuerwehrgerätehaus gekommen. Hier konnten sie bei verschiedenen simulierten Einsätzen ihr Können zeigen, aber natürlich auch praktische Erfahrungen sammeln. Zusätzlich ging es darum, die Gemeinschaft zu fördern, unterstrich Jugendleiter Yannik Albiez.

Die Kameradschaft, das sich aufeinander verlassen können, sei unabdingbare Voraussetzung für eventuelle spätere Einsätze bei den Aktiven der Feuerwehr, so Jugendleiter Yannik Albiez. „Der Spaß kommt natürlich bei uns nicht zu kurz“, meinte er weiter.

Insgesamt fünf Probenszenarien hatten sich die Jugendbetreuer einfallen lassen. So mussten die Jugendlichen einen Kleinbrand löschen, die Brandmeldeanlage im Schwarzwaldhaus der Sinne und in Rothaus schlug an. In Rothaus gab es zusätzlich eine genaue Erklärung der Brandmeldeanlage, und die Sprinkleranlage wurde gezeigt. „Das war für die Gruppe richtig spannend“, meinte der Jugendleiter. Am folgenden Tag vor dem Frühstück stand schon die Beseitigung einer Ölspur auf dem Programm. Nach dem Frühstück mussten die Jugendlichen zur Materialwartung. Und schon gab es wieder einen Alarm.

Das Szenario: Ein Radfahrer war zehn Meter eine Böschung heruntergestürzt und musste geborgen werden. Die Truppe hatte schon ordentlich etwas zu tun, und „sie haben ihre Aufgaben gut erledigt“, lobte der Jugendleiter. Der Feuerwehrnachwuchs musste auch selber die Einteilung ihrer Mitglieder vornehmen. Da haben die „Einsatzleiter“, dann schon gemerkt, dass dies eine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist und „man nicht nur eine Weste mit Aufschrift spazieren trägt“, meinte Gesamtkommandant Guido Strittmatter schmunzelnd.

Vier Mitglieder der jetzigen Jugendfeuerwehrgruppe werden im nächsten Jahr in den aktiven Dienst wechseln. „Das freut uns natürlich sehr, bei der aktiven freiwilligen Feuerwehr neue Kameraden zu bekommen“, hob der Kommandant hervor. Ebenso hofft die Jugendgruppe auf weitere Mitglieder. Die Gruppe trifft sich außerhalb der Ferien immer freitags ab 18.45 Uhr am Gerätehaus.

Ein Telefon klingelt, neugierige Blicke der Jugendlichen, doch Yannick Albiez winkt ab. Noch kein Alarm. „Die warten schon wieder richtig auf einen Einsatz“, sagt Guido Strittmatter erfreut. Also wird zur Beschäftigung noch einmal das richtige Tragen der Wasserschläuche und deren Auswerfen geübt. Dann endlich die Probensirene.

Vorbildlich nimmt der Feuerwehrnachwuchs Aufstellung an den Einsatzfahrzeugen, werden von ihrem Einsatzleiter informiert, eingeteilt und los geht es zu einem simulierten Flächenbrand. Ankommen, Situation abklären, Schläuche auslegen und dann Wasser marsch. „Das hat schon sehr ordentlich geklappt“, sind Jugendleiter Yannik Albiez und die Kommandanten Guido Strittmatter und Heiner Heer zufrieden mit dem Einsatz.

Und der Spaß? Am Ende der „Löscharbeiten“ durften die Jugendlichen mit den Spritzen noch eine Wasserschlacht veranstalten. Dann hieß es zusammenpacken, aufsitzen und zurück ins Feuerwehrgerätehaus, wo eine Stärkung auf die junge Mannschaft wartete.