Die Bildungspartnerschaft ist ein Gewinn für beide Seiten, darüber sind sich Clemens Winterhalter, Konrektor der Schlüchttal-Schule, sowie Karin Schopf und Martin Stulz, Geschäftsführer bei Eliquo Stulz, einig. Bereits 2010 ging die Schlüchttal-Schule die erste Kooperation mit einem Ausbildungsbetrieb in der Region ein.

Praktische Erfahrungen

„Ziel ist es, unseren Schülern durch praktische Erfahrungen in Betrieben die Möglichkeit zu geben, ihre Neigungen und viele unterschiedliche Berufe praktisch kennenlernen zu können“, erklärte Clemens Winterhalter. Hierzu gehört ein entsprechend aufgebautes Ausbildungskonzept an der Schlüchttal-Schule, das in Klasse fünf beginnt.

Zertifiziertes Engagement

Mit dem Zertifikat Boris des Landes Baden-Württemberg für berufsorientierte Ausbildung erhielt die Schlüchttal-Schule erstmals 2013 die Auszeichnung für ihr Ausbildungskonzept. 2017 wurde dieses Zertifikat für weitere fünf Jahre verlängert. Zwischenzeitlich sind weitere Bildungspartner hinzugekommen. Die Firma Eliquo Stulz ist jetzt der siebte Betrieb, mit dem eine Bildungspartnerschaft geschlossen wurde. Eine Kooperation bestand bereits seit 2011.

Frühe Einblicke in die Arbeit lohnen sich

„Wir haben festgestellt, dass es zu spät ist, wenn wir unseren Betrieb mit seinen Ausbildungsmöglichkeiten erst im letzten Schuljahr den Schülern vorstellen“, beschreibt Martin Stulz die Situation. Eigentlich stehen pro Jahr sechs Ausbildungsplätze in den verschiedenen Bereichen des Anlagenbauers für Wasseraufbereitung zu Verfügung. „Wir sind froh, wenn wir ein oder zwei Auszubildende bekommen“, erklärte Karin Schopf. Über die Bildungskooperation mit der Schule möchte der Betrieb Schülern die Möglichkeit geben, in verschiedenen Berufsfeldern erste Eindrücke sammeln zu können. „In unserem Betrieb können wir die Auszubildenden auch gezielter unterstützen oder fördern“, unterstreicht Karin Schopf. „Die Auszubildenden arbeiten auch von Anfang an in den Projekten der Firma mit. Außerdem besteht natürlich die Möglichkeit zu weiterer Ausbildung und Bachelorstudiengängen“, stellt Martin Stulz heraus.

Zwei Tage für erste Eindrücke

Im Frühjahr 2017 begann die Erarbeitung und Erprobung der Schnuppertage mit Fachoberlehrer Roland Heini und den Ausbildern Peter Dold (Anlagemechaniker) und Heiko Zimmermann (Elektroniker). An zwei aufeinanderfolgenden Tagen können die Schüler der Schlüchttal-Schule in eines der Berufsfelder hineinschnuppern, selbst an einem Projekt arbeiten und erste Eindrücke der Arbeit sammeln. Die praktischen Tage finden sowohl am Betriebsstandort in Grafenhausen als auch in Bonndorf statt.

Gute Resonanz

„Die Resonanz auf die beiden bisherigen Praxiszeiten war durchweg auf allen Seiten positiv“, berichtete Clemens Winterhalter. Mit der Übergabe der Urkunde für die Bildungspartnerschaft wurde die Zusammenarbeit zwischen der Schlüchttalschule und Eliquo Stulz jetzt offiziell festgelegt.