Zehn Tage auf 2400 Höhenmetern, an vier Tagen davon kaum Sonne, stattdessen Sturm und Schnee. Alles etwas chaotisch, resümierte Ralf Rosa über den Schneeskulpturenwettbewerb „Formen in Weiß“ in der Silvretta Arena in Ischgl in Tirol. Ralf Rosa und Peter Fechtig aus Grafenhausen oblag es als Vorjahressieger die zeitlich vorgelagerte Themenskulptur „Lenny Kravitz“ zu bauen. In fünf Tagen erweckten bei der 26. Auflage zehn Künstlerpaare „Superhelden“ zum Leben.

Sie schaffen Kunst aus Schnee und Eis: Ralf Rosa (links) und Peter Fechtig aus Grafenhausen (Archivbild).
Sie schaffen Kunst aus Schnee und Eis: Ralf Rosa (links) und Peter Fechtig aus Grafenhausen (Archivbild). | Bild: privat

Lenny Kravitz rockt im Schnee

„Lenny Kravitz“ geriet als Schneeskulptur ziemlich groß, zwölf mal fünf Meter, gibt Ralf Rosa zu. Aber was will man machen, das Original trat beim Abschlusskonzert des Wettbewerbs auf. Stand der erste Wettbewerbstag noch unter viel Sonne, kam danach ein Schneesturm, die Künstler mussten aus Sicherheitsgründen vom Berg und konnten erst am kommenden Tag wieder hinauf in die Höhe.

Ralf Rosa und Peter Fechtig aus Grafenhausen oblag es als Vorjahressieger des Schneeskulpturenwettbewerbs „Formen in Weiß“ die zeitlich vorgelagerte Themenskulptur „Lenny Kravitz“ zu bauen.
Ralf Rosa und Peter Fechtig aus Grafenhausen oblag es als Vorjahressieger des Schneeskulpturenwettbewerbs „Formen in Weiß“ die zeitlich vorgelagerte Themenskulptur „Lenny Kravitz“ zu bauen. | Bild: Ralf Rosa

Zwar holten sich diesmal die beiden Grafenhausener nicht den ersten Platz, den bauten Ivo Piazza und Reiner Kasslatter aus Italien mit ihrem „Der weiße Supermann“, doch Ralf Rosa und Peter Fechtig stellten mit Hilfe zweier Schweizer Kollegen einen fünf Meter hohen „Spiderman“ fertig – ein Prachtexemplar.

Neuschnee überzieht Kunst

Alle Skulpturen des Wettbewerbs waren innerhalb kürzester Zeit wieder mit 20 Zentimeter Neuschnee überzogen, so sei es eben in der Freiluftarena, so Ralf Rosa. Etwas Kritik übte der Grafenhausener an zwei oder drei durch den Veranstalter ungünstig gesetzten Skulpturenplätzen, weil die dortigen Künstler wegen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit eigentlich gar nicht hatten arbeiten können.

Auch sie selbst, Ralf Rosa und Peter Fechtig, seien etwas ab vom Schuss platziert worden: Ein Platz, mühsam zu erreichen, wegen der Neuschneemassen habe man sich kaum bewegen können.