Grafenhausen Minister Peter Hauk drückt Startknopf in Brauerei Rothaus

Die Badische Brauerei Rothaus investiert zehn Millionen. Fremdflaschen werden jetzt maschinell aussortiert.

Hohen Besuch hatte die Badische Staatsbrauerei am Montagmittag: Peter Hauk, baden-württembergischer Minister für Ländlichen Raum, hat am Montag den Startknopf für die neue Flaschensortiermaschine der staatlichen Brauerei Rothaus betätigt. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Brauerei zur Hand gingen Alleinvorstand Christian Rasch und die Staatssekretärin im Landesfinanzministerium, Gisela Splett.

Beim Rundgang waren neben Mitgliedern des Aufsichtsrats, wie dem ehemaligen Finanzminister Gerhard Stratthaus, auch der erste Landesbeamte Jörg Gantzer für den Landkreis Waldshut und Grafenhausens Bürgermeister Christian Behringer dabei. Minister Hauk zeigte sich angetan von der Funktion der neuen Anlage, die kurze Wege für den Rückweg der Flaschen zu anderen Herstellern ermögliche. Die aussortierten Fremdflaschen werden mit Lastwagen von den Mitbewerbern mitgenommen, sobald sie in der Region sind.

<strong>Rundgang:</strong> Der ehemalige Finanzminister Gerhard Stratthaus (von links), Alleinvorstand Christian Rasch und Grafenhauses Bürgermeister Christian Behringer schauen sich die neue Anlage an.
Rundgang: Der ehemalige Finanzminister Gerhard Stratthaus (von links), Alleinvorstand Christian Rasch und Grafenhauses Bürgermeister Christian Behringer schauen sich die neue Anlage an. | Bild: Gerald Edinger

Wie Christian Rasch erläuterte, wurden für die beiden Gebäude (Lager und Maschinenhalle) und die zu großen Teilen mitentwickelte Sortieranlage rund zehn Millionen Euro investiert. Mit der neuen Anlage können Fremdflaschen von eigenen maschinell getrennt werden. Die Halle für die Anlage ist 2500 Quadratmeter groß, hinzu kommt das Flaschenlager mit rund 1500 Quadratmetern. Fünf Tage pro Woche ist sie in Betrieb und kann 3200 Kisten á 24 Flaschen pro Stunde sortieren. Etwa 20 Prozent der leeren Flaschen, die zurückkommen, seien "Sortenfremd", davon gehen 80 Prozent zum Tausch zurück an die Mitbewerber. Wie der Alleinvorstand erklärte, werden die 0,33 Literflaschen etwa 40 Mal wieder gefüllt, die Halbliterflaschen 50 Mal.

Wie Rasch erklärte, ist dies die erste Anlage dieser Art und mit der Brücke zwischen den Hallen "eine großartige Ingenieurleistung". Braumeister Ralf Krieger und Roger Jäger, Leiter der Abfüllung, hätten ihre Erfahrungen mit eingebracht, betonte der Alleinvorstand. "Wir haben uns andere Sortieranlagen angesehen und gesagt, so wollen wir es nicht haben", erklärte Jäger. Christian Rasch betonte, dass dies "eine Investition in die Zukunft" sei: "Mit dieser Maschine erreichen wir maximale Kapazität auf kleiner Fläche."

<strong>Aussortiert:</strong> Fremdflaschen werden in der Brauerei Rothaus nun nicht mehr von Hand, sondern von einer modernen, selbst entwickelten Maschine aussortiert. Bilder: Gerald Edinger
Aussortiert: Fremdflaschen werden in der Brauerei Rothaus nun nicht mehr von Hand, sondern von einer modernen, selbst entwickelten Maschine aussortiert. Bilder: Gerald Edinger | Bild: Gerald Edinger

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