Wie die zur Verfügung stehenden Finanzmittel verteilt werden, darüber wird der Gemeinderat am Donnerstag, 24. Januar, beraten und beschließen. Auch wenn die Bäume nicht in den Himmel wachsen, ist sich Bürgermeister Christian Behringer sicher, dass es auch diesmal gelingen wird, Grafenhausen auf Erfolgskurs zu halten. „Einen Stillstand in der kommunalen Entwicklung darf es nicht geben“, hatte er in seinen Ansprachen bei den Bürgerversammlungen in Staufen und Mettenberg sowie beim Neujahrsempfang betont.

Kommt die Naturparkschule?

Die für Projekte und Maßnahmen geschätzte Investitionssumme in der Größenordnung von 2,3 Millionen Euro wird nicht zur Verfügung stehen. Dies ergaben die ersten Haushaltsberatungen Anfang Dezember. Nachdem die Rektorenstelle der Schlüchttal-Schule zu Beginn des laufenden Schuljahres mit Rotraut Neubauer wieder besetzt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Gemeinderat bei den abschließenden Haushaltsberatungen 2019 Investitionen in die Bildung nicht verschließen wird. In diesem Zusammenhang darf die Bevölkerung gespannt sein, wie sich die Schlüchttal-Schule in Richtung Naturparkschule entwickeln wird.

Doch zurück zu den nackten Zahlen: In Absprache mit der neuen Rektorin wird die Sanierung der WC-Anlagen (95 000 Euro) in diesem Jahr nicht durchgeführt. Auch die Neugestaltung des Außenbereichs an Schule und Schwarzwaldhaus der Sinne, die mit 600 000 Euro veranschlagt worden war, soll erst bei Aufnahme in das Landessanierungsprogramm erfolgen. Für 20 000 Euro soll in der Werkrealschule ein naturwissenschaftlicher Klassenraum für den Fächerverbund Materie-Natur-Technik (MNT) ausgebaut werden.

Wie Bürgermeister Christian Behringer hierzu erläuterte, wurden von einer neuen Fachlehrerin erhebliche Defizite bei der Ausstattung festgestellt. So sei unter anderem ein Rauchabzug bei verschiedenen Experimentierinseln erforderlich. Christian Behringer schlug dem Gremium eine Besichtigung des Klassenraumes vor.

IBG-Workcamp

Bei der Grundschule soll die Außentreppe am Haupteingang saniert werden. 4000 Euro sind im Haushalt eingestellt. Im Sommer soll der Grundschulhof neu gestaltet werden. Für die Maßnahme hat der Förderverein Schule bereits Ideen und Pläne vorgelegt. Umgesetzt werden soll die Neugestaltung vom gemeindeeigenen Bauhof mit Unterstützung des sogenannten „IBG-Workcamps“ (Verein Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten, der vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird). Bei diesem Workcamp kommen junge Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um für zwei bis drei Wochen freiwillig an einem gemeinnützigen Projekt zu arbeiten. In Grafenhausen werden die Freiwilligen helfen, den Schulplatz neu zu gestalten, die Unterbringung erfolgt im Hagehus.

Barrierefreier Zugang

Der Zugang zum unter Denkmalschutz stehenden Hagehus ist nicht mehr zeitgemäß. Bei einem Besichtigungstermin in Sachen Aufnahme ins Landessanierungsprogramm mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums und Regierungspräsidiums im Sommer 2018 kam von den Behördenvertretern der Hinweis, dass die Gemeinde Grafenhausen einen Zuschussantrag für ein barrierefreies Hagehus stellen könnte.