Grafenhausen Grafenhausen im Mittelalter

Petra Pauls-Gläsemann nimmt die Zuhörer bei der Lesung aus ihrem Roman „Der Galgenbuck“ im Hagehus mit auf eine Zeitreise.

Irmgard Isele (l.) und Autorin Petra Pauls-Gläsemann lasen aus dem historischen Roman „Der Galgenbuck“.
Irmgard Isele (l.) und Autorin Petra Pauls-Gläsemann lasen aus dem historischen Roman „Der Galgenbuck“. | Bild: Burger

„Diese Grafenhausener waren wirklich ein seltsames Volk“, schildert der junge Schaffhausener Benedict die eigenen Gesetzmäßigkeiten, die ihm als Besucher in dem damaligen Schwarzwaldstädtchen auffallen.

Petra Pauls-Gläsemann las im Hagehus in Grafenhausen aus ihrem historischen Roman „Der Galgenbuck“ und stand den Zuhörern Rede und Antwort. Passend zum Stück, das um 1522, kurz vor Ausbruch des Bauernkriegs, spielt hatte die Autorin ein spätmittelalterliches Kleid angelegt. „Ich möchte die Geschichte von Grafenhausen noch besser publik machen“, so die Autorin zu den Absichten ihres 300 Seiten starken Werks. Wobei sie zu bedenken gab, dass die Handlung fiktiv sei, historische Fakten jedoch einwandfrei recherchiert worden seien.

Ein großer Wunsch ist auch ein Beitrag zum Tourismus. Von Anfang an fand eine Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung statt und gemeinsam wurde auch die Lesung durchgeführt. Pauls-Gläsemann könnte sich Führungen durch die ehemalige Stadt Grafenhausen vorstellen, unter Einbeziehung der Schauplätze die in ihrem Buch vorkommen. Angeboten wird im Breitehof ein Mittelaltermenü, das in Verbindung mit Lesungen serviert werden soll. „Mein Buch ist kein Heile-Welt-Roman“ sagte Pauls-Gläsemann, die das ausgehende Mittelalter beschreibt wie es nun einmal war, mit Mord, Missbrauch und sonstigen düsteren Facetten jener Zeit. Als besonderes Bonbon gab es mittelalterliche Speisen wie Münsterhonig – süße Kugeln aus Honig, Getreide und Nüssen – oder ungesäuertes Brot, von Pauls-Gläsemanns Töchtern serviert. Während ihr Ehemann Edgar Gläsemann für den Bücherverkauf zuständig war, signierte die Autorin fleißig ihr Werk, das reißenden Absatz fand, schließlich war das Hagehus fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Irmgard Isele von der Historischen Hans Müller Gruppe gab ebenso eine Leseprobe aus dem Roman, ihr Mann Theo Isele erläuterte die Zeit von Hans Müller. Der Bauernführer aus Bulgenbach kommt als Schlüsselfigur im Roman vor. Bürgermeister Christian Behringer gab einen Abriss zu den Umständen, wie es zu dem Buch gekommen war.

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