Grafenhausen Gemeinderat: Neue Konzepte für den Freidhof gesucht

Auf dem Friedhof in Grafenhausen soll ein Ruhebereich entstehen. Beim Besichtigungstermin machte sich der Gemeinderat ein Bild von der Situation vor Ort und diskutierte dann über die Vorschläge von Landschaftsarchitekt Michael Schlichtmann.

Grafenhausen – "Der Friedhof eines Ortes ist seine Visitenkarte, deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir hier etwas machen", postulierte Clemens Rosa (CDU) in der Gemeinderatssitzung. Das Gremium hatte sich zuvor auf dem Friedhof getroffen, gemeinsam mit Landschaftsarchitekten Michael Schlichtmann, der schließlich einige Konzeptvorschläge unterbreitete.

Auf einem Grabfeld direkt am oberen Eingang, das nahezu leergeräumt ist, soll ein Ruhebereich entstehen. Auch hätten sich die Gepflogenheiten der Hinterbliebenen in den vergangenen Jahren erheblich verändert, wie Bürgermeister Christian Behringer bei der Ortsbegehung deutlich machte. "Vor Jahren haben wir Fläche dazu gekauft, immer mehr geht die Tendenz aber zu Urnenbestattungen", so Behringer. Auch hätten bei den Urnenbestattungen die Stelen bereits den Vorrang. "Wir haben also in verschiedenen Bereichen mehr Platz, als wir früher dachten." Es wäre dementsprechend sinnvoll, den bestehenden Stelenbereich zu erweitern. Auch sollten Sitzgelegenheiten geschaffen werden, an denen man "Ruhe finden und seine Gedanken schweifen lassen kann".

Dem Gedanken stimmten die Räte schon vor Ort zu. Viele Gestaltungsideen brachte insbesondere Marita Bücklers (Freie Wähler) ein. Sie bemängelte beispielsweise den Schotter um die vor einigen Jahren errichteten Stelen. Auf dem lichter geworden Feld im unteren Teil hinter der Kapelle könnten entlang der Mauer weitere Urnenstelen angebracht werden, schlug Planer Michael Schlichtmann vor. Das konnten sich die Räte gut vorstellen. Das Ansinnen, die Kiesflächen zu verringern, stieß auf Gegenliebe.

Schlichtmanns schlug zudem vor, oberhalb der Aussegnungshalle mit Buschbepflanzung zwischen Straße und Friedhofsmauer im dahinter liegenden Gräberfeld wieder einen von Straßenverkehr und anderen Einflüssen abgeschirmten "und damit einen Ort der Ruhe zu gestalten". Auch diese Idee, wurde positiv aufgenommen. Für einen entsprechenden Pflanzplan erhielt er im Ratssaal dann schließlich den Auftrag.

Die beiden vorgestellten Entwurfsideen für das Grabfeld am oberen Eingang, das zu einem kleinen parkähnlichen Ruheort gestaltet werden soll, äußerten sich die Räte hingegen unterschiedlich. Die schlichte, gerade Variante mit optisch abgrenzenden und strukturierenden Bäumen in L-Form am Rand der Mauer und nach unten zum tiefer gelegenen Gräberfeld war vom Planer selbst favorisiert. Mehr Gemeinderäte sahen im zweiten vorgelegten Konzept bei dem in der Mitte des 400 Quadratmeter großen Stücks ein Baumkreis gepflanzt werden soll, den besseren Ansatz. Das Gremium einigte sich schließlich darauf, das Thema im nächsten Haushaltsplan zu verankern und danach über detailliertere Planungen zu entscheiden.

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