Selbst wenn die Finanzierung steht, bedeutet dies noch lange nicht, dass geplante Baumaßnahmen umgehend ausgeführt werden. Derzeit scheitert nämlich vieles an den vollen Auftragsbüchern der Handwerker. So jedenfalls bei den notwendigen Brandschutzmaßnahmen in der Werkrealschule Grafenhausen. Sei’s drum: Der Gemeinderat hat in jüngster Sitzung die Arbeiten vergeben. Architekt Ralf Kaiser hatte vorab die geplanten Brandschutztüren, die auf allen Etagen nötig sind, erläutert und vorgestellt.

Einbau von Branschutztüren

In dem Gebäude der Werkrealschule in Grafenhausen müssen Brandschutztüren eingebaut werden. Vom beauftragten Architekt Ralf Kaiser aus Grafenhausen wurde in Absprache mit der Verwaltung, der Schulleitung und dem Hausmeister eine Ausschreibung der Arbeiten vorbereitet und durchgeführt. Bürgermeister Christian Behringer rief in Erinnerung, dass die Gemeinde aus dem kommunalen Sanierungsfond des Landes Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von 135 000 Euro erhalten habe. Die Gesamtausgaben für sämtliche Sanierungen summieren sich gemäß den Berechnungen auf rund 300 000 Euro. Im Haushalt 2018 stehen einschließlich der Haushaltsausgabenreste aus dem Vorjahr mit 200 000 Euro genügend Finanzmittel zur Verfügung.

Vom Landratsamt geprüft

Bereits in der Ratssitzung Ende Juli war die Vergabe der Verglasungsarbeiten in Höhe von 71 990 Euro sowie die Vergabe der Rollladen-Arbeiten für 14 119 Euro erfolgt. Da der Auftrag der Rollläden an die Raumausstatter-Firma Seidler vergeben wurde, der gleichzeitig als Gemeinderat tätig ist, musste die Vergabe durch das Landratsamt gesondert geprüft werden. Wie Rathauschef Behringer informierte, erfolgte hier grünes Licht, es gab keinerlei Beanstandungen.

Voller Auftragsbücher der Firmen

Der Gemeinderat hat nun am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, die Arbeiten für die Brandschutzelemente von der Firma Asibara aus Dauchingen bei Donaueschingen zum Preis von 47 724 Euro brutto ausführen zu lassen. Wie Architekt Ralf Kaiser hierzu informierte, gab es für das ausgeschriebene Gewerk nur einen Bieter, der einen realistischen Preis ansetzte. Dies zeige deutlich, wie voll die Auftragsbücher der Firmen derzeit seien. Die Brandschutztüren mit feststehenden Seitenelementen wurden an die heimische Schreinerei Gatti als annehmbarster Bieter für 33 534,20 Euro brutto vergeben. Die Kostenschätzung des Architekten lag bei knapp 40 000 Euro. Auch die normalen Feuerschutztüren wurden an die gleiche Schreinerfirma zum Bruttopreis von 17 758,37 Euro vergeben (hier lag die Kostenschätzung mit 27 619 Euro sogar um rund 10 000 Euro höher).

Gute Ausschreibungsergebnisse

Insgesamt waren für die beiden letzten Gewerke jeweils vier Angebote eingegangen, dabei lagen die beiden zweiten Gebote nur ganz knapp über dem annehmbarsten Bieter. Architekt als auch der Bürgermeister freuten sich gleichermaßen über die guten Ausschreibungsergebnisse. Demnach liegt die Gesamtmaßnahme „gut im angesetzten Kostenrahmen“.

Ein Terminplan steht nach Aussage des Architekten nicht fest; sobald die Lieferung erfolgt sei, sollen die Arbeiten während des Schulbetriebs ausgeführt werden.