Grafenhausen Fotografin Inge Straub stellt im Schwarzwaldhaus der Sinne aus: Handwerkliche Qualität trifft auf individuelle Bildsprache

Die Fotografin Inge Straub aus Ühlingen-Birkendorf stellt bis 28. Mai ihre Fotografien im Schwarzwaldhaus der Sinne in Grafenhausen aus. In der Ausstellung Ausstellung „Architektur. abstrakt. Kunst“ sind Fotos aus dem Bereich Natur und Architektur zu sehen.

Die gesetzten Signale im Schwarzwaldhaus der Sinne weisen in eine zukunftsorientierte Richtung: Fotoausstellungen auf einem hohen Niveau. Dies zeigt die aktuelle Ausstellung „Architektur. abstrakt. Kunst.“ mit Fotografien von Inge Straub deutlich.

Reise in die Natur, Architektur und in die Abstraktion

Im Rahmen einer Führung erläuterte die Fotografin die verschiedenen Themenfelder der ausgestellten Bilder, die den Betrachter auf eine spannende Reise in die Natur, in die Architektur und in die Abstraktion mitnimmt. Die Fotos kombinieren akribische handwerkliche Qualität mit individueller Bildsprache.

„Großartige Fotografie handelt von Gefühlstiefe, nicht von Schärfentiefe“, ein Zitat von Peter Adams, das sich die Fotografin Inge Straub aus Ühlingen-Birkendorf auf die Fahnen geschrieben hat. Intensiv befasst sie sich seit zehn Jahren mit der Fotografie, hat viel ausprobiert, Workshops und Seminare besucht, experimentiert, um sich weiter zu entwickeln.

Inge Straub will stets weitere Dinge ausprobieren

Künstlerische Betrachtungen – Licht und Schatten – Geometrie – Perspektiven: Die Ausstellung „Architektur. abstrakt. Kunst.“ zeigt ein breites Spektrum ihrer Sicht der Dinge. Ist Inge Straub in Sachen Fotografie angekommen? „Es macht mir sehr viel Spaß, neue Dinge zu lernen und zu entdecken. Also mach ich weiter.“

Ausgestellt sind beispielsweise Fotos aus dem Bereich Natur, wie winterliche Weidbuchen auf dem Schauinsland, die von Wind und Eis gequält werden. „Wer sie fotografiert, wird von Kälte gequält, auf dem Foto aber stehen sie für alle Zeit als Wunderwerk“, stellte bereits Professor Hansjörg Küster bei der Vernissage fest, der als Laudator kompetent und humoristisch in die Ausstellung einführte.

Inge Straub ließ durch ihre Schilderungen bei der Führung die interessierten Besucher an den unwirklichen Bedingungen teilhaben. „Bei dem Sturm habe ich einfach versucht, ein Bild zu machen“, meinte die Fotografin bescheiden und zeigte auf gewisse „Verwischungen“ auf den Bildern, die den unwirklichen, stürmischen Bedingungen geschuldet sind.

Bereits dieser Einstieg in die Ausstellung macht deutlich, dass ambitionierte Fotografen auch den Mut aufbringen müssen, wetterbedingt nicht zuerst an den Schutz ihrer Ausrüstung, sondern nur an das Fotografieren zu denken: „Wenn diese Ergebnisse dabei herauskommen, dann treten äußere Umstände einfach in den Hintergrund“, meinte Inge Straub.

Eigentlich hätte sie lieber Architektur studiert

Beim Thema Architektur wird verständlich, dass sie eigentlich nicht wirklich Apothekerin werden wollte, sondern lieber Architektur studiert hätte. Die Bilder demonstrieren akribisch genaues Arbeiten. Verlaufende Linien müssen nach ihren Vorstellungen bereits bei der Aufnahme in die richtigen Bildecken laufen.

Dies sei nach ihren Worten auch wichtig, damit sich eine Nachbearbeitung am Computer auf ein Minimum beschränkt. In der Fotografie muss Raumtiefe durch Perspektive, Lichteinfall und Schatten erzeugt werden. Ein Foto kann schlussendlich durch die reine Abbildung allein nicht die Wirklichkeit widerspiegeln.

„Durch das Kombinieren von verschiedenen Bildern versuche ich eine Geschichte zu erzählen“, erläuterte Inge Straub zu ihren Fotografien zum Thema „Inspiration durch Kombination“. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Interpretation haben mit dem normalen Ablichten der Realität nichts zu tun, obwohl die Ausgangsbilder genau aus diesem Fundus des Archivs stammen.

Bilder lösen eigenen kreativen Prozess aus

Es sind die Bilder, die Geschichten, die einen eigenen kreativen Prozess auslösen. Bei der Schaffung dieser Werke ist ein mehr oder weniger aufwendiges Composern unerlässlich. „Fünf Stunden und mehr an Gestaltung sind keine Seltenheit“, verrät Inge Straub.

Auch wenn fotografisches Können eine nicht unwesentliche Rolle spielt, ist die Bildidee in Verbindung mit Kreativität von elementarer Bedeutung. Es sind genau diese Elemente, die Inge Straub im Sinne der künstlerischen Fotografie in Szene setzt.

Es ist lohnenswert, sich mit der Ausstellung „architektur. abstrakt. kunst.“ intensiv auseinanderzusetzen und dabei eigene kreative Gedankenspiele zu entwickeln.

Die Ausstellung „architektur. abstrakt. kunst.“ im Schwarzwaldhaus der Sinne ist bis 28. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

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