Eine gute Weihnachtsaktion im Dorf sollte es werden. So unterhielt sich im Sommer 2017 Bürgermeister Christian Behringer mit Simon Stiegeler darüber, was man machen könne. Dieser erinnerte sich an schöne Holzsterne im Garten von Marita Bücklers und schon war die Aktion "Das Dorf der 1000 Sterne" geboren.

Weitaus mehr als 1000 Sterne sind es in Grafenhausen letztendlich geworden, was Bürgermeister Behringer selbst überraschte. Für drei Euro wurden die handgefertigten Sterne verkauft und erbrachten sage und schreibe 5640 Euro, die nun zusammen mit den Erlösen diverser anderer Aktionen an Roland Wehrle, den Geschäftsführer der Nachsorgeklinik Tannheim übergeben werden konnten.

Insgesamt waren 7540 Euro zusammen gekommen. Die Landfrauen spendeten 500 Euro, die Sternenbar erbrachte 350 Euro, der Kur- und Gewerbeverein übergab 415 Euro, die "Licht aus"-Aktion erbrachte 235 Euro und bei mehreren Aktionen im Schwarzwaldhaus der Sinne kamen nochmals 400 Euro zusammen.

Roland Wehrle freute sich über den sensationellen Betrag, der zum Einen das Dorf verschönert habe und zum Anderen schwer erkrankten Kindern und deren Familien helfen wird. Seit nunmehr 20 Jahren konnte die Nachsorgeklinik Tannheim 14 000 Familien unterstützen. Seit 2001 auch jährlich etwa 80 verwaiste Familien, die wichtige Trauerarbeit leisten müssen, um ihr Leben auch ohne Kind gut weiter leben zu können.

Bürgermeister Christian Behringer gab einen kleinen Rückblick auf die zahlreichen Aktionen, die von November 2017 bis in den Januar 2018 gelaufen sind. Tannenbäume und die ersten Sterne waren jeweils für drei Euro verkauft worden und in Windeseile ausverkauft gewesen.

Es gab den Häuseradventskalender im Rosenweg 5, den Winterzauber in der Holzschnitzerei Stiegeler, einen Adventskaffee im Breitehof, die "Wildsaubar" bei Marita Bücklers, ein Forschertag und ein Bastelnachmittag im Haus der Sinne, eine Sternstunde mit Prof. Hartmut Rosa, einen Spaziergang durch den Skulpturenpark und natürlich den Weihnachtsmarkt. Bei den meisten Aktionen konnten Sterne erworben werde, die immer wieder von vielen fleißigen Händen entstanden und von Kindergarten- und Schulkindern angemalt worden waren.

"... und die Menschen durch weihnachtliche Veranstaltungen im Ort zusammenbringen." Dieser Wunsch stand nicht vergeblich in der Ankündigung der Aktion. Marita Bücklers betonte, dass genau dies auch geschehen sei. Man sei näher zusammen gerückt, die Menschen im Dorf seien durch die sicherlich an die 2000 Sterne sehr verbunden gewesen.