Bereits 2018 sollen die Ortsteile Mettenberg, Buggenried und Staufen mittels Glasfaser an das Schnelle Internet angeschlossen werden. Über den Stand informierte sich der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner (CDU) in Grafenhausen. Er bezeichnete den Ausbau des Internets und die Digitalisierung als „eine der größten Herausforderungen der Zeit, die nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch neue Familien in den Ort bringt“. Weitere Themen waren die Erweiterung des Gewerbegebiets, ein Baugebiet sowie die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm.

Breitbandausbau

Der Ausbau des Internets stellt eine Herausforderung dar. Der Ausbau des Ortsnetzes soll, wie Bürgermeister Christian Behringer erläuterte, bis 2020 abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestitionen summieren sich auf 4,5 Millionen Euro, die auf die Jahre 2018 bis 2020 aufgeteilt werden. Für eine Flächengemeinde ein nicht einfaches Unterfangen. Der Rathauschef geht davon aus, dass nach Fertigstellung der POPs (zentrale Verteilungsstelle für das Breitbandnetz) die Ortsteile Mettenberg, Buggenried und Staufen an das Netz angeschlossen werden.

Nach den Worten des Bundestagsabgeordneten sei der Ausbau des Internets und die Digitalisierung die größte Herausforderung. Rund 70 Millionen Euro an Fördermitteln seien in den Landkreis geflossen: „Es gibt keine Region in Baden-Württemberg, die vom Land mit so hohen Fördersummen ausgestattet wurde.“ Als Grund nannte er etwa die topografische Lage Grafenhausens. Der Bund habe mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro Fördergelder „noch einmal kräftig nachgelegt“.

Neue Ortsmitte

Als weiteres Großprojekt für die Gemeinde kann die städtebauliche Entwicklung der Ortsmitte bezeichnet werden. Wenn Grafenhausen in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wird, könnten nahezu zwei Millionen Euro Fördergeld nach Grafenhausen fließen.

Aufnahme in Landessanierungsprogramm

Wie Christian Behringer informierte, stand die Gemeinde bereits 2016 vor der Entscheidung, entweder einen Antrag auf Schwerpunktgemeinde im Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) oder einen Antrag auf Aufnahme in das Landessanierungsprogramm (LPS) zu stellen.

Bürgermeister Christian Behringer (rechts) stellt Felix Schreiner (MdB) die Pläne für den Antrag zur Aufnahme ins Landessanierungsprogramm vor.
Bürgermeister Christian Behringer (rechts) stellt Felix Schreiner (MdB) die Pläne für den Antrag zur Aufnahme ins Landessanierungsprogramm vor. | Bild: Wilfried Dieckmann

Der Gemeinderat entschied, einen LSP-Antrag zu stellen. Die Anträge, die 2016 und 2017 gestellt wurden, wurden aufgrund der großen Anzahl förderwürdiger Maßnahmen und einer mehrfachen Programmüberzeichnung nicht berücksichtigt. Noch in diesem Monat werden Vertreter des Wirtschaftsministeriums und des Regierungspräsidiums Freiburg sich die Sanierungsmaßnahmen anschauen. „Aus Sicht der Verwaltung und dem beauftragten Dienstleister, STEG Stadtentwicklung GmbH, kann dies als positives Signal gewertet werden“, freute sich Christian Behringer.

Der Vorteil des Landessanierungsprogramms liege darin, dass Maßnahmen (Private Gebäude, öffentliche Gebäude, Straßen, Plätze), die innerhalb des rund 14 Hektar großen Sanierungsgebietes liegen, bezuschusst werden und nicht Einzelanträge gestellt werden müssen. Nach einer ersten Berechnung belaufen sich die geplanten Investitionskosten auf rund drei Millionen Euro. Es kann davon ausgegangen werden, dass rund 60 Prozent dieser Kosten über Zuschussmittel „zurückfließen“.

Bei Projekten, die außerhalb dieses Sanierungsgebietes liegen, so Behringer, könnten nach wie vor ELR-Anträge gestellt werden. Als Beispiel nannte Behringer die Sanierung des Schulhauses in Mettenberg-Kaßlett.

Rund 7,7 Hektar des Gewerbegebiets befinden sich im Eigentum der Gemeinde. Vor einer Realisierung sollen nach den Worten von Christian Behringer Gespräche mit dem NABU und den Landwirten geführt werden. Es erscheine sinnvoll, dass das gesamte Gebiet nicht auf einmal, sondern nur in Bauabschnitten erschlossen wird.

Baugebiet Kälberweide II

Die Planungen für das Baugebiet Gebiet Kälberweide II befinden sich im Status der Offenlegung. Um den Belangen des angrenzenden Steinmetzbetriebs Rechnung zu tragen, erfolgt entlang der Landesstraße eine Mischbebauung, in den anderen Bereichen ist die allgemeine Wohnbebauung geplant. Ziel ist, dass mit Baumaßnahmen im Frühjahr 2019 begonnen werden kann. Im Moment gibt es für die Grundstücke bereits acht Reservierungen.