Die jeweils zweiten Sitzungen der beiden Arbeitsgruppen zum Format „Chille und chille“ der Kirchengemeinde St. Wendelinus Hotzenwald haben nun per Zoom-Meeting stattgefunden. In der ersten Gruppe, die der Entwicklung des Pfarrzentrums galt, stellte Koordinator Thomas Kaiser die Themenbereiche vor, die in nächster Zeit in durch die Arbeitsbereiche gekennzeichneten unabhängigen Kleingruppen diskutiert und ausgearbeitet werden sollen. Dies sind W-Gym, Bibliothek, Bildungswerk und KJG.

Flexible Nutzungen

In Bezug auf das W-Gym merkte Kaiser an, die Räume sollten auch für Vereine interessant gestaltet werden, sodass sie übergreifend nutzbar gemacht werden könnten. Die Bibliothek könnte einen Medienraum, ein Café und weiteren Platz für flexible Nutzungen beinhalten. Zum Bildungswerk merkte er an, dass Aktionen auch in die anderen Gemeinden einfließen könnten.

Das könnte Sie auch interessieren

Die KJG hat im Keller einen Raum, der sich perfekt für Treffen, nicht aber für Gruppenstunden eignet. Zudem fehle Stauraum, und es wäre sinnvoll, die Turnhalle für Bewegung zur Verfügung zu haben. Der Keller ist beengt und sollte freier gestaltet werden. Im Außenbereich könnte sich Kaiser neben Sport- und Spielgeräten eine Rampe zum Skaten, eine Grillstelle und zum Thema Inklusion ein ebenerdiges Trampolin vorstellen. Als weitere Idee brachte er vor, die pragmatisch anmutenden Räume gemütlicher zu machen.

Das könnte Sie auch interessieren

In der Sitzung stimmten die Teilnehmer überein, auf jeden Fall werde künftig mehr Interaktion schon allein durch die räumliche Nähe möglich sein. Der ganze Gebäudekomplex solle ein Treffpunkt werden, für ein tätiges Miteinander stehen. Von der KJG kam die Idee, für den Raum unten einen eigenen Eingang zu schaffen, was auch den Vorteil hätte, dass die Treppe nach oben wegfallen könnte, sodass der obere Bereich komplett überplanbar wäre. Die Planung sollte die Möglichkeit von Entwicklung beinhalten, zum einen, um nicht unbedingt alles gleichzeitig finanzieren zu müssen, zum anderen, um auf veränderte Bedingungen und Wünsche eingehen zu können und so das Konzept auch für kommende Generationen tauglich zu machen. „Wir geben jetzt den Rahmen, am Bild darf aber immer weitergemalt werden“, so der Kommentar eines Teilnehmers.

Das könnte Sie auch interessieren

Die zweite Zoom-Gruppe, die sich mit der Entwicklung der Kirche in Görwihl befasst, arbeitete in einem Teil der Sitzung in vier Kleingruppen. Dabei wurden die Themen Spiritualität und Glauben, Gestaltung und Atmosphäre, Tradition und Moderne sowie Technik unter die Lupe genommen und die Denkansätze im Plenum vorgestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Zur Spiritualität äußerte die Gruppe, dass Einladungen an die Gotteshausbesucher erfolgen sollten, ihre Anliegen, Wünsche, Sorgen, Nöte oder Kritik mitzuteilen. Als mögliche Formen wurden die Schaffung einer Art Klagemauer, das Auslegen eines großen Buches oder das Abhalten von Glaubensgesprächen angedeutet. In Bezug auf Gestaltung und Atmosphäre sprach die Kleingruppe davon, den Kirchenraum neu zu denken, etwa durch Schaffung von Nischen innerhalb des Raums. So könnte etwa der Platz der Marienstatue aufgewertet werden durch eine Art Glaskasten und indirekte Beleuchtung, der Eingangsbereich könnte vergrößert, ebenfalls mit Glas abgetrennt und beispielsweise in Ergänzung zu den Ideen der ersten Gruppe für Stellwände vorgesehen werden. Der Chorraum könnte noch stärker zur Bühne für besondere Veranstaltungen wie Konzerte oder auch kleine Aufführungen werden, wobei die Frage wäre, wie der Altar in dieses Konzept mit einzubinden sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Bei der Gruppe, die sich mit der Dualität von Tradition und Moderne beschäftigte, wurde zum einen die Gestaltung spezieller Gottesdienste durch und für diverse Gruppen, etwa die Jugendlichen, angesprochen, zum Anderen die Neugestaltung mit Stühlen und Bänken diskutiert. Bei der Technikgruppe schließlich wurde die grundsätzliche Überarbeitung der Beschallungstechnik angesprochen sowie eine Lichttechnik zur Diskussion gestellt, die in den Gottesdiensten eine ganz neue Dynamik schaffen könnte. Hierzu soll es möglicherweise später auch eine Exkursion an einen Ort geben, wo dies bereits umgesetzt wurde.

So geht es weiter

Zunächst sollen nun die einzelnen durch die verschiedenen Themenbereiche definierten Kleingruppen beider Großgruppen weiterarbeiten, um sich danach mit den Ergebnissen nochmals in der größeren Runde zu treffen. Der Koordinator Thomas Kaiser kündigte die Erstellung einer Internetseite an, auf der der aktuelle Fortschritt des Projektes „Chille und chille“ zeitnah dokumentiert werden soll.