Die zwei größten Vereine der Gemeinde Görwihl machen künftig gemeinsame Sache. Eintracht Wihl und der Sportverein SV Görwihl lassen ihre 1. Mannschaften ab der Saison 2021/22 als Spielgemeinschaft Hotzenwald auf den Fußballplatz laufen. Eine Fusion bedeutet die beschlossene Kooperation nicht, beide Vereine bleiben weiterhin eigenständig. Den Schritt zur Spielgemeinschaft der 1. Mannschaft bezeichnen die sportlichen Leiter Dominik Rudigier (SV Görwihl) und Jona Hurst (Eintracht Wihl) im Gespräch als „logisch und der richtige Weg in eine gemeinsame sportliche Zukunft“.

Das könnte Sie auch interessieren

Konkret: Nachdem bereits seit Jahren eine erfolgreiche Jugendkooperation besteht, die Damenmannschaften ebenfalls seit mehreren Jahren erfolgreich zusammenspielen und seit der letzten Saison sogar die zweite Mannschaft als Spielgemeinschaft fungiert, erfolgt nun der letzte Schritt. Den, so Rudigier und Hurst, die aktiven Spieler mittragen. Die Kooperation sei nach langen Überlegungen, Gesprächen, Diskussionen und vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit der Vereinsverantwortlichen „unter Einbindung vieler Beteiligter und ständiger Transparenz“ entstanden.

Rudigier und Hurst bezeichnen die Jugendarbeit als Auslöser für die neueste Entwicklung. „Die Jugendarbeit hat den Weg geebnet“, erklären sie. Dadurch haben sich die beiden Traditionsvereine angenähert. „Es hätte jeder einzelne weiter wursteln können“, sagt Dominik Rudigier. Aber mit Blick auf den demografischen Wandel habe man die Zeichen der Zeit erkannt, fügt er hinzu. Die Vereine hätten die weitgehend spielfreie Corona-Zeit genutzt, um die Kooperation vorzubereiten und die Mitglieder zu informieren. Man habe die Vor- und Nachteile abgewogen und erkannt, dass die Vorteile überwiegen.

Resonanz positiv

Die Resonanz unter den Mitgliedern sei denn auch „durchgehend positiv“ gewesen, hält Jona Hurst fest. Im Sommer 2020 sei man „richtig ran gegangen“, blickt er zurück. Derzeit spielen beide 1. Mannschaften mit je 18 Spielern in der Kreisliga B. Die Bildung einer Spielgemeinschaft, die auch äußerlich mit einem einheitlichen Trikot erkennbar sein wird, soll nicht nur die Spielerdecke, sondern auch die Qualität sichern. „Stärke durch Gemeinschaft“, bringen es Jona Hurst und Dominik Rudigier auf den Punkt. Sie gehen davon aus, „dass es etwas dauern wird, bis alles zusammengewachsen ist“.

Die Spiele sollen künftig abwechselnd in Görwihl und Niederwihl ausgetragen werden. Der Sportplatz in Oberwihl dient vorerst noch als reiner Trainingsplatz. Das soll sich ändern: Ein Bereich des Platzes soll zum Kunstrasenplatz werden. Den entsprechenden Bauantrag hat der Görwihler Gemeinderat im September 2020 genehmigt. Derzeit ist er im Landratsamt Waldshut in Bearbeitung. Geplant ist, den Spiel- und Trainingsbetrieb vollständig von Niederwihl nach Oberwihl zu verlagern. Das dort umgebaute Vereinsheim ist dafür bereits eingerichtet. Der SV Görwihl hat insgesamt drei Plätze – zwei beim Vereinsheim, einen Hartplatz bei der Hotzenwaldhalle – zur Verfügung.