Niederwihl – Manchmal macht die Corona-Pandemie und die damit einhergegangenen Einschränkungen der vergangenen zwei Jahre erfinderisch. Nachdem die Musikvereine in der Gemeinde Görwihl seit Frühjahr 2020 so gut wie keine Jahreskonzerte und somit auch keine Ehrungen durchführen konnten, setzte die Trachtenkapelle Niederwihl am Samstag ein Zeichen: Sie hielt eine Ehrungsveranstaltung in feierlichem Rahmen im Pfarrgarten Niederwihl ab.

Ausgezeichnet wurden neun Musiker. „Nach langer Zeit ist es uns endlich möglich, die Ehrungen durchzuführen“, erklärte Natalie Basler, Vorsitzende seit 2016. Das Gros der Geehrten hatte das Musizieren schon im Kindesalter erlernt und war später dem Aktivorchester beigetreten – wo sie heute noch mitwirken. „Alle Geehrten haben Verantwortung im Verein übernommen“, berichtete Natalie Basler, „sie waren oder sind in verschiedenen Funktionen im Vorstandsteam tätig“. Die Geehrten hätten sich in den Verein eingebracht, um etwas zu bewirken, sagte sie.

Vier Personen wurden für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft mit einer Urkunde und der silbernen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet: Ramona Maise, Susanne Efinger, Natalie Basler sowie Thomas Maise. Ebenfalls vier Personen wurden für ihre 30jährige aktive Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet: Martin Landis, Matthias Schrieder, Daniela Huber und Manuela Rudigier. Sie wurden außerdem zu Ehrenmitgliedern der Trachtenkapelle Niederwihl ernannt.

Eine besondere Ehrung wurde Karlheinz Huber zuteil: Er erhielt die silberne Verdienstnadel vom Bund Deutscher Blasmusikverbände für seine über 25jährige Dirigententätigkeit. Darüber hinaus wurde er zum Ehrendirigenten der Trachtenkapelle Niederwihl ernannt. Karlheinz Huber war von 1990 bis 1993 Vizedirigent der Trachtenkapelle, von 1993 bis 2003 deren Dirigent. Nach einer zweijährigen Pause nahm er 2005 den Taktstock wieder in die Hand. Erst 2020 übergab er ihn an Katja Strittmatter. Über 26 Jahre lang stand Karlheinz Huber vorne – „und manchmal hat er uns sogar gelobt“, so Natalie Basler rückblickend. Was die Geehrten so lange an der Stange hielt, erklärte die Vorsitzende mit dem Ergebnis einer Umfrage: „Heimat, Freundschaft, Spaß an der Musik.“ Als Gast war Bürgermeister Carsten Quednow dabei. Er begrüßte die Trennung von Jahreskonzert und Ehrungen. Dies könnte ein Anstoß für andere Vereine sein.

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