Am Donnerstag machte ein Kamerateam vom Südwestrundfunk (SWR) Aufnahmen an der Sperre bei der Tiefensteiner Brücke. Im Fokus waren die Initiatoren der „Salpetererbewegung Pro Albtalstraße“ Roland Lauber, Herbert Nägele, Stephan Marder und Ulrich Winkler. Deren Anliegen ist die Wiedereröffnung des seit über fünf Jahren gesperrten Abschnitts der Albtalstraße. Am Dreh als Zaungäste dabei waren Bernhard Huber, den das SWR schon einmal gefilmt hatte, und Görwihls Bürgermeister Carsten Quednow. Den Dreh leitete Christof Gerlitz.

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Wann der Beitrag erscheinen wird, ist offen. Laut Gerlitz soll er in der Landesschau ausgestrahlt werden, möglicherweise schon nächste Woche. „Wir stehen zu viert hier“, erklärte Herbert Nägele, „aber hinter uns stehen 11.000 Menschen.“ Womit er auf die Unterschriftensammlung hinwies, mit dem der Druck auf das zuständige Ministerium – bei der gesperrten Straße handelt es sich um eine Landesstraße – erhöht werden sollte.

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Landesverkehrsminister Winfrid Herrmann machte sich 2017 ein Bild vor Ort. „Mein Ziel ist, dass wir die Albtalstraße wieder aufmachen können“, sagte er damals. Gefragt nach dem Gehalt dieser Aussage antwortete Stephan Marder am Donnerstag: „Ich glaube dem Minister, das sind hoffentlich ehrliche Leute.“ Die bestehende Infrastruktur soll erhalten bleiben, forderte er. Und: „Wir kämpfen nicht nur für uns, sondern für unsere Kinder.“ Christof Gerlitz Frage, ob eine ähnliche Sperrung anderswo, beispielsweise in der Nähe von Stuttgart, auch derart lange dauern würde, beantwortete Ulrich Winkler so: „Dort wäre es in sechs Wochen passiert gewesen.“

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Herbert Nägele warnte vor einer endgültigen Schließung der Straße. „Wenn man diese Straße zumacht, ist das der Anfang vom Ende ähnlich gelagerter Straßen. Wehret den Anfängen.“ Und: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Die Salpeterer hätten sich gegen die Regularien der Obrigkeit gewehrt, erklärte er, „das tun wir auch“. Roland Lauber bezeichnete die Straße mit den fünf Tunnels als „Touristenattraktion“. Sie übernehme außerdem eine wichtige Rolle im Rettungswesen, gerade im Hinblick auf das geplante Kreisklinikum. Aber: „Jetzt übernimmt der Naturschutz die Herrschaft über die Straße“, so Lauber. Und: „Der Bürokratismus nimmt überhand. Man übertreibt es einfach.“ Lauber sorgte sich, dass „die Menschen in der Region ins Hintertreffen geraten.“