Der Zeitplan für den Neubau des Kindergartens in Görwihl steht. Baubeginn soll demnach im September sein. „Wir wollen nicht erst im März 2021 beginnen“, stellte Architekt Peter Schanz in der Gemeinderatssitzung am Montag klar. Schanz rechnet mit einer Fertigstellung des Gebäudes Ende 2021.

Der neue Kindergarten ist als mehrstöckiger Holzbau konzipiert. Den Auftrag für dieses Gewerk erteilte der Gemeinderat der Zimmerei Denz aus Oberwihl. Diese kann die Bauteile in ihrer Zimmerei vorfertigen. Denz hatte von vier Anbietern mit 1,015 Millionen Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. In der Kostenberechnung waren 980.000 vorgesehen, rund 30.000 Euro weniger.

Auch die anderen Gewerke führen regionale Firmen aus: Freter aus Oberwihl hat den Zuschlag für die Heizungsinstallation (85.771 Euro) erhalten, Tröndle Haustechnik aus Waldshut-Tiengen für die Lüftungsinstallation (86.847 Euro), Maier GmbH aus Laufenburg für die Sanitären Installationen (91.108 Euro). Schließlich hat der Gemeinderat Elektrotechnik Baumgartner aus Rickenbach den Auftrag für die Elektroinstallationen (198.541 Euro) vergeben.

In dem Betrag sind eine Photovoltaikanlage im Wert von rund 24.000 Euro sowie die Lampen im Wert von 43.000 Euro enthalten. Laut Schanz würde durch diese Vergaben insgesamt eine Kostenunterdeckung von 51.000 Euro entstehen.

Bauherrin des neuen Kindergartens ist die Gemeinde. Der Neubau soll insgesamt 3,45 Millionen Euro kosten. Das Gebäude wird an der Stelle entstehen, wo sich früher das Lehrerwohnhaus und die Grundschule befunden haben.

Wer die Trägerschaft des Kindergartens übernimmt, ist noch offen. „Wir sind im Gespräch, dass die katholische Kirche die Trägerschaft übernimmt“, berichtete Bürgermeister Carsten Quednow am Montag, „aber das ist noch nicht entschieden“. Die Kirche ist bereits Trägerin des derzeit genutzten Kindergartens in Görwihl.

Zu einem früheren Zeitpunkt hatte der Gemeinderat beschlossen, dass eine Küche eingebaut werden soll, um Essen für 100 Personen zuzubereiten. Kosten: Rund 300.000 Euro.