Am kleinen Spielplatz am nördlichen Ortsrand von Rüßwihl nagt die Zeit. Das Spielhäuschen mit Rutsche ist in keinem guten Zustand mehr, es haben sich Mängel eingeschlichen – lockere Schrauben, morsches Holz, die Schaukel ist abgerissen.

Für Sara Höhne, die seit 2018 in Rüßwihl wohnt, ein unbefriedigender Zustand. Zwar ist ihr bekannt, dass sich das Spielhäuschen auf einem Grundstück der Gemeinde Görwihl befindet. Es ist auch die Gemeinde, die für die Leerung des Abfalleimers beim Spielplatz aufkommt. Dennoch: Sara Höhne strebt einen neuen Spielplatz an derselben Stelle an.

Sara Höhne strebt einen neuen Spielplatz in Rüßwihl an.
Sara Höhne strebt einen neuen Spielplatz in Rüßwihl an. | Bild: Peter Schütz

„Der Spielplatz soll einfach und klein gehalten werden“, erklärt sie. Aus dem alten verwitterten Spielhäuschen, welches einmal privat auf Gemeindegrund errichtet wurde, soll ein attraktives Angebot für die Kinder und Jugend entstehen, sagt Sara Höhne. Umfragen hätten ergeben, dass in Rüßwihl noch keinerlei Angebote für Kinder bestehen würden. Dabei würde es in Rüßwihl einen Kinderzuwachs geben, der eine Neuausrichtung des Spielplatzes auch als sozialer Treffpunkt durchaus rechtfertigen würde, so Sara Höhne.

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Dass im Hauptort Görwihl ein größerer Spielplatz bereits besteht, ist ihr bewusst. Aber: „Nicht alle haben die Möglichkeit, regelmäßig mit den Kindern nach Görwihl zu fahren“, weiß sie. Außerdem: „Für den Zusammenhalt in der eigenen Dorfgemeinschaft ist es etwas völlig anderes, einen Kindertreffpunkt vor Ort zu schaffen. Dies dient nicht nur der Gesundheit der Kinder, sondern auch der Eltern.“

Sara Höhne, selbst Mutter eines Kindes, versteht, dass ihre private Initiative eine Frage der Haftung ist und dass auch Wartungsarbeiten anfallen werden. Eine regelmäßige Überprüfung des Spielplatzes könnte beispielsweise ein Mitarbeiter des Bauhofes, der den Mülleimer regelmäßig leert, vornehmen.

Den Aufbau des neuen Spielplatzes stellt Sara Höhne sich so vor: eine Bank mit Tisch für die Eltern, ein Sandkasten, eine Schaukel und ein bis zwei weitere Spielgeräte. Die fachgerechte Montage könnte durch ein fachlich geprüftes Unternehmen erfolgen. Sara Höhne war diesbezüglich bereits aktiv und konnte einen in Schweden ansässigen Hersteller, der auf Langlebigkeit, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Qualität setze, ausfindig machen.

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Die Kosten hat sie auch schon erfragt: rund 25.000 Euro würde das Projekt zu Buche schlagen. Sara Höhne ist sich im Klaren, dass die Gemeinde diese Summe nicht alleine stemmen wird. Deshalb schwebt ihr vor, bei lokalen Firmen um Förderbeiträge anzuklopfen.

Das sagt Bürgermeister Carsten Quednow

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärt Görwihls Bürgermeister Carsten Quednow: „Mit Frau Höhne habe ich erst am 23. Juni nachmittags einen Termin vereinbart. Bisher habe ich keine weiteren Informationen von ihr bekommen. Außer, dass sie eine Initiative vorhat, über die sie mich informieren will.“