Mit einem maximalen Durchfluss von 1,5 Kubikmetern Wasser pro Sekunde wird die neue, von der Laufenburger Schluchseewerk AG betriebene Anlage bis zu 800 Kilowatt grünen Strom liefern. Schluchseewerk AG investiert 2,2 Millionen Euro in die Anlage.

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Die Arbeiten sind seit Februar 2021 zugange. Den entsprechenden Bauantrag hatte Schluchseewerk AG Ende 2019 bei der Gemeinde Görwihl gestellt. „Die Turbine wird nach Plan Anfang Oktober angeliefert“, berichtet Peter Steinbeck, Pressesprecher von Schluchseewerk AG, auf Anfrage dieser Zeitung. Steinbeck weiter: „Die Ausbruchsarbeiten sind abgeschlossen. Bis Ende April fanden noch kleinere Restarbeiten statt.“

Vier Hauptmaßnahmen

Unter der Projektleitung von Daniel Stolz stehen vier Hauptmaßnahmen an. Damit das Wasser aus der Ibach-Bestandsrohrleitung zur neuen Kleinwasserkraftanlage (KWKA) umgeleitet und von dort wieder in die Bestandsrohrleitung zurückfließen kann, ist im ersten Schritt der Platz für die neuen Zu- und Ableitungsrohre in den Felsen ausgebrochen worden. Eine Bergbaufirma begann am 8. Februar mit den ersten Arbeiten. „Bis Ende April sollten die Ausbrucharbeiten abgeschlossen sein“, so Daniel Stolz.

Von Mitte Juni bis Mitte September können dann als zweite Maßnahmen die neuen Rohrleitungen mitsamt der zugehörigen Absperrklappen geliefert, eingebaut und angeschlossen werden. Der dritte Meilenstein ist die Anlieferung und der Einbau der Turbine und des Generators. „Aufgrund des schwankenden Wasserstands im Eggbergbecken variiert die Fallhöhe des KWKA‘s unabhängig vom Abfluss durch die Turbine. Daher haben wir uns bei der Turbine für eine sogenannte Diagonalturbine entschieden“, erläutert Daniel Stolz.

Spezieller Turbinentyp

Der Grund für diesen speziellen Turbinentyp liegt in der Doppelregulierbarkeit des Wasserdurchflusses. Das heißt, dass sich sowohl die Laufradschaufeln als auch gleichzeitig die Leitradschaufeln verstellen lassen und somit die Turbine ideal an die wechselnden Druckverhältnisse angepasst werden kann. „Somit können wir trotz der schwankenden Fallhöhe einen hohen Wirkungsgrad erzielen“, so Daniel Stolz.

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Der Einbau der Turbine und des Generators sollte bis Mitte November abgeschlossen sein. Im letzten Schritt wird die Steuerungstechnik installiert und die Anlage an die Energieableitung angebunden. „Der Vorteil ist, dass wir diese direkt an die bestehende Infrastruktur der Ibachkaverne anbinden können“, erklärt der Projektleiter. „Diese letzte Baumaßnahme sollte bis Ende November, spätestens Anfang Dezember abgeschlossen sein, sodass wir dann im Anschluss mit der Inbetriebsetzung der KWKA beginnen können.“ Wenn alles nach Plan läuft, kann die neue Kleinwasserkraftanlage somit zum Jahresende ans Netz gehen.