Bezüglich des Großprojektes Kirche 2030 wurde inzwischen ein Masterplan erstellt, der vorsieht, dass 2023 Arbeitsgruppen gebildet werden sollen, etwa zu Themen wie Seelsorge, Verbände oder Bildung. Im Jahr 2024 soll eine Gründungsvereinbarung abgeschlossen und im Folgejahr mit deren Umsetzung begonnen werden. Im Oktober und November werden Fortbildungsreihen zur Kirche 2030 angeboten. Zudem wurden die Pfarrgemeinderäte aufgefordert, bis Ende November anhand eines Fragebogens zu bestimmten Themen Rückmeldung zu geben. Das soll eines der Schwerpunktthemen der anstehenden Klausurtagung des Pfarrgemeinderats der Pfarrei St. Wendelin sein. Diese findet statt vom 21. bis 23. Oktober. Bei dieser Klausurtagung möchte der Pfarrgemeinderat außerdem den Beitrag inhaltlich spezifizieren, den die Pfarrei mit dem Format „Chille und chillen“ zur zukünftigen Großpfarrei leisten will.

Für die zukünftige Handhabung der in Mode gekommenen Apéros muss eine bindende Regelung gefunden werden, die Möglichkeiten bietet, aber auch Verantwortlichkeiten klarlegt. Daher soll im Rahmen von Veranstaltungen der Kirchengemeinde grundsätzlich die Ausrichtung eines Apéros in Kirchen und Kapellen möglich sein, bei privaten Feiern, etwa im Anschluss an einen Hochzeitsgottesdienst werden die Veranstalter indes schon aus rein rechtlichen Gründen auf die Möglichkeit der Anmietung der Pfarrheime verwiesen.

Heikles Thema kommt auf den Tisch

Das heikle Thema der energiesparenden Heizstrategie für Kirchen und Kapellen wurde ebenfalls diskutiert. Anhand einer Liste der Ausgaben der vergangenen Jahre vor Corona stellte der Pfarrgemeinderat fest, dass die Ausgaben bei den Kapellen bis auf eine Ausnahme, die näher betrachtet werden soll, so gering ausfallen, dass sie zu vernachlässigen sind. Hier soll die Handhabung bleiben wie bisher, und auch die Temperaturabsenkung in den großen Kirchen soll weiterhin so gehandhabt werden wie im vergangenen Jahr.

Darüber hinaus erging die Aufforderung an den Stiftungsrat, zu klären, wie zukünftig bei Gottesdiensten und Veranstaltungen verfahren werden soll. Außerdem muss der Stromverbrauch einer Kontrolle unterzogen werden. Die Kirchenbeleuchtung der drei großen Kirchen in Herrischried, Rickenbach und Görwihl wurde bereits reduziert.

Weiterhin wurde kurz die Ape Maria vorgestellt, ein dreirädriges, als Kaffeebar einsetzbares Nutzfahrzeug, das von einem kleinen Team liebevoll in umfangreicher Arbeit ausgebaut wurde und an der Ödlandkapelle bereits seinen ersten Einsatz hatte. Es soll den Zweck verfolgen, bei bestimmten Anlässen eingesetzt, Kirche präsent zu machen, um mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen. Die Beschriftung fehlt noch, und es werden auch dringend noch weitere Helfer für das „Team Ape“ gesucht.

Friedensgebete schon um 19 Uhr

Die Kirche in Strittmatt hat einen Beamer plus Leinwand erhalten, wo auch bereits ein Film gezeigt wurde, um diese Neuerung bekannt zu machen. In Rickenbach haben seit Februar durchgängig bis heute jeden Montag mit guter Resonanz Friedensgebete stattgefunden. Mit Beginn der Winterzeit sollen diese auf 19 Uhr vorverlegt werden.

Von der sozialen Börse wurde berichtet, dass diese mit 80 Helfern bei inzwischen 100 Klienten in eine kritische Situation gekommen sei, in der dringend weitere Helfer benötigt werden. Hingewiesen wurde außerdem noch auf den Vortrag am 29. September um 19 Uhr im Pfarrheim Herrischried zu Arbeitsbedingungen in der Textilbranche sowie den unterschiedlichen verwendeten Siegeln im Rahmen der aktuell laufenden Fairen Woche.