Der Steinbruch Tiefenstein beschäftigte den Gemeinderat auch bei der Behandlung von Bauanträgen. Mit dem Ergebnis, dass er einen Antrag auf Gestattung eines Zaunverlaufs beim Steinbruch ablehnte. Zu Beginn der Debatte erklärte Gemeinderat Johannes Herrmann: „Der Zaun steht bereits.“ Er finde es irritierend, wenn eine Genehmigung für einen bestehenden Zaun beantragt wird. Außerdem, so Herrmann: „Der Zaun steht nicht dort, wo er ursprünglich stehen sollte.“ Bürgermeister Carsten Quednow sagte dazu: „Ein ordentliches Genehmigungsverfahren gehört unterstützt.“

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Aber, mit Blick auf den vorliegenden Antrag: „Vom Ablauf her kann es so nicht gehen“, fand er. Schließlich Gemeinderätin Andrea Schrieder: Für eine Genehmigung müsste der Zaun auf „festen Füßen stehen“. Mit Blick auf eine schadhafte Stelle stellte sie jedoch klar: „Der Zaun ist nicht in einem Zustand, dass er eine zusätzliche Absicherung ist“.

Zaun Gegenstand eines Briefwechsels

Der Zaun war schon Gegenstand eines dieser Zeitung vorliegenden Briefwechsels zwischen Franz Maise, einem Niederwihler Bürger, und dem Amt für Umweltschutz, Landratsamt Waldshut. Dieses hatte im August 2020 auf Maises Anfrage hin erklärt, es vertrete die Auffassung, dass der Zaun „die Absicherung des Steinbruchareals verbessern kann.“ Maise hatte einen Monat zuvor darauf hingewiesen, dass der Zaun „nicht dort steht, wo er sein müsste, also nicht genehmigt ist“. Jeder Privatmann müsste den Zaun im Außenbereich wieder abbauen. Maise weiter: „Warum geschieht hier nichts? Ich bin der Meinung, dass das Landratsamt seiner Kontrollfunktion nicht nachkommt.“ Offen blieb, wie mit dem Antrag fortgefahren wird. Bürgermeister: „Der Gemeinderat hat das Einvernehmen nicht erteilt, jetzt schauen wir, was das Landratsamt entscheidet.“