Der Kreisverband Waldshut der Freien Wähler setzt auf die bisherige Spitze. An der Hauptversammlung – der ersten seit zwei Jahren – im Gasthaus „Lamm“ im Görwihler Ortsteil Rüßwihl wurde Kreisvorsitzender Carsten Quednow in seinem Amt bestätigt. Ebenso Wolfgang Fürst als stellvertretender Vorsitzender und Klaus Langer als Kassierer. Neu im Vorstand ist Ludwig Gruhn als Schriftführer und Pressereferent. Unverändert bleibt die Besetzung der Stellvertreter in den sieben Wahlbezirken (siehe Infokasten).

Im Fokus der Versammlung, die sowohl mit Präsenz vor Ort als auch digital durchgeführt wurde, standen die Themen, die den Landkreis Waldshut derzeit besonders betreffen – unter anderem der Aufbau des Kreisimpfzentrums sowie der fünf weiteren dezentralen Standorte, die der Kreis koordiniert. „Bis heute ein echter Erfolg“, sagte Michael Thater, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag. Und: „Der Landrat hat uns immer eingebunden, wir wussten immer, was geht“, so Thater. Ein Kompliment sprach er auch dem Gesundheitsamt, das eine „hammerartige Arbeit“ geleistet habe.

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Weitere Kreisthemen, die er streifte: Kreisklinikum mit Gesundheitspark, Bahninfrastruktur, Breitband. Nächstes Jahr soll der Backbone des Landkreises fertig gestellt sein, berichtete Thater. „Der Kreis hat viel investiert und die Gemeinden an die Hand genommen“, bemerkte er. Die geplante Zentralklinik in Albbruck würde in acht bis zehn Jahren ans Netz gehen, sagte er, deshalb sei das Spital in Waldshut mit einem Anbau ausgestattet worden. Die Lage der Kreisfinanzen fasste er so zusammen: „Der Landkreis ist trotz Corona sehr solide finanziert.“ Corona habe zwar alle Finanzen durcheinandergeschüttelt, aber: „Das Land hat uns durchgerettet“, so Thater. Er mahnte Vorsicht und Zurückhaltung im Ausgabenbereich an. Über eine Erhöhung der Kreisumlage äußerte er sich skeptisch: „Besser jetzt mit den Kreisumlagen zurückhaltend sein, bis es mit der Kreisklinik soweit ist.“

Die Kreisklinik

Landrat Martin Kistler sagte über die neue Klinik: „Die Planung läuft, wir sind in der Vorbereitung der europäischen Ausschreibung.“ Neun von elf Hektar der benötigten Fläche befinde sich im Besitz des Landkreises Waldshut. Demnächst soll eine eigene Webseite, die über den Gesundheitspark und den Neubau der Klinik informiert, hochgeschaltet werden. Thema A98: Er hoffe, so Kistler, „dass die Deges bald ihre Vorzugsvariante präsentiert“. Etwas kleiner, aber auch ein Dauerbrenner: die gesperrte Albtalstraße zwischen Albbruck-Hohenfels und Görwihl-Tiefenstein. Landrat Martin Kistler: „Das geht uns allen zu lang, aber wir kriegen es nicht anders gemacht. Wir brauchen ein sauberes Planfeststellungsverfahren.“

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