Der erste Niederwihler Ostereierlauf kam gut an. 19 Haushalte nahmen mit insgesamt 60 überwiegend bunt gestalteten Holzeiern an dem über die Ostertage dauernden Projekt teil. Über die gute Resonanz freuten sich die Initiatorinnen Andrea Schrieder, Carmen Fehr, Carola Schrieder und Helga Baumgartner am Abend des Ostermontags, als sie die vielen Eier in der Niederwihler Pfarrkirche in Empfang nahmen und damit einen Bogen schmückten. Dort können die Eier wieder abgeholt werden.

Vorausgegangen war der Aufruf der vier Frauen, dem sich auch in diesem Jahr in Quarantäne befindenden Osterhasen beim Verteilen der Ostereier behilflich zu sein. Ziel war es, dass verzierte, bemalte und sonstig gestaltete Eier durch das Dorf von Nest zu Nest getragen wurden – immer unter Einhaltung der Corona-Verordnungen mit Abstand und Hygieneregeln. Jeder Haushalt, der mitmachte, sollte mindestens zwei Eier gestalten. Die nummerierten Rohlinge aus Holz waren gegen ein geringes Entgelt erhältlich. Die Vielfalt der kreativen Ideen war groß. Es gab mit Moos oder Federn geschmückte sowie bunt mit österlichen Motiven bemalte Eier. Sogar eine Dorfansicht von Niederwihl befand sich darunter.

Blick in ein Nest mit zwei nummerierten Eiern.
Blick in ein Nest mit zwei nummerierten Eiern. | Bild: Peter Schütz

Und so funktionierte das Spiel: Die Eier mussten am Karfreitag in einem Korb oder Nest mit einer Nummernliste gut sichtbar vor der Haustür deponiert werden. Wer am Haus vorbeikam, nahm ein Ei heraus, trug es zum nächsten Haus und schrieb die Nummer des mitgebrachten Ei´s mit einem eigenen Kugelschreiber in die ausgelegte Liste. Von dort durfte ein anderes Ei mitgenommen werden. Das Ei, das am häufigsten das Nest wechselte, gewann. Das Spiel dauerte bis Ostermontag 17 Uhr.

Das Ergebnis: Das Gewinner-Ei mit der Nummer 28 hatte das Nest 34-mal gewechselt. Das Ei mit der Nummer 37 fand 33-mal ein anderes Nest, das Ei Nummer 19 fast gleichviel, nämlich 32-mal. Es gab auch einen Nesthocker: Das Ei mit der Nummer 69 wechselte nur drei Mal das Nest. „Insgesamt sind an den vier Tagen 1245 Bewegungen durchgeführt worden“, teilten die Initiatorinnen gestern mit. Geplant ist eine Neuauflage des Eierlaufs für 2022.