Auf Initiative der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller finden am 17. November Gespräche im Stuttgarter Verkehrsministerium über die Albtalstraße zwischen Tiefenstein und Hohenfels statt. „Für die Menschen im Albtal war und ist die L 154 nicht nur eine wichtige Verbindungsstraße, sondern vor allem ein charakteristisches Stück Heimat. Um ihrer Wiedereröffnung eine echte Perspektive zu geben, benötigt das Vorhaben ein klares Finanzierungsbekenntnis seitens des Landes“, so Hartmann-Müller in einer Pressemitteilung.

Die Albtalstraße von Albbruck nach St. Blasien ist seit Mai 2015 aufgrund von Steinschlaggefahr zwischen Hohenfels und Tiefenstein gesperrt. Ihre möglichst zeitnahe Wiedereröffnung ist seit Jahren das gemeinsame Ziel der betroffenen Gemeinden, der Bürgerinitiative Salpetererbewegung pro Albtalstraße und des Landkreises Waldshut. Dieser bereitet derzeit den Antrag auf Planfeststellung vor.

Einsatz

Politische Rückendeckung erhält das Vorhaben auch von der CDU-Abgeordneten Sabine Hartmann-Müller. Die Sperrung der Straße im Mai 2015 sei ein schwerer Einschnitt für die ganze Region. Seit ihrem Einzug in den Landtag 2017 setzt sie sich deshalb mit Nachdruck für die Wiedereröffnung der Albtalstraße ein, so Hartmann-Müller.

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Die Gründe für die Wiederöffnung der Straße seien mannigfaltig. „Neben der verkehrlichen Wirkung und der Verbesserung von Rettungsdienstleistungen spricht vor allem die wachsende touristische Bedeutung der Region stark für eine zeitnahe Wiederinbetriebnahme dieser wichtigen Verbindungsstraße“, sagt Hartmann-Müller. „Gerade mit Blick auf die vergleichbare Steinschlagproblematik in den anderen Talstraßen möchte ich zudem unbedingt vermeiden, dass die ganze Region infrastrukturell abgehängt wird“, so die CDU-Politikerin weiter. Nachdem im Rahmen der naturschutzrechtlichen Untersuchungen vor Ort deutlich geworden sei, dass das Sanierungsvorhaben umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen erfordern werde, bedürfe das Projekt weiterer landespolitischer Rückendeckung, so Hartmann-Müller.

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Im Rahmen einer Konsultation im Landratsamt Waldshut hätten sich die beteiligten Akteure auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt, woraufhin sie ein Spitzengespräch mit Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) initiiert habe. Dieses soll am 17. November in Stuttgart stattfinden. „Ich bin Minister Hermann sehr dankbar, dass er meiner Bitte gefolgt ist, Landrat Dr. Kistler, die Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie die Bürgermeister und Vertreter der Bürgerinitiative nach Stuttgart einzuladen, um die Lage zu erörtern. Nun gilt es, eine gemeinsame Lösung zu finden, um das Projekt jetzt entscheidend voranzubringen“, schreibt Hartmann-Müller.

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„Gerade mit Blick auf die umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen benötigt das Vorhaben ein klares Finanzierungsbekenntnis seitens des Landes.“ Der enorme bürokratische Planungsaufwand und die fortlaufenden Verzögerungen hätten zu großem Unmut in der Bevölkerung geführt. Die hohe Belastung sowie und die unverhältnismäßigen Genehmigungsvoraussetzungen seien – insbesondere bei einer bestehenden Straße – schwer vermittelbar.