Der Görwihler Naturschützer und Schwalbenexperte Rudi Apel (69) erhielt im Gemeindesaal Rotzingen das Bundesverdienstkreuz am Bande. Damit wurde der langjährige Vorsitzende der Görwihler Gruppe des Naturschutzbundes (Nabu) für sein Engagement im Bereich des Naturschutzes und der Naturpädagogik geehrt. Die Ehrung hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Vorschlag des Nabu-Landesverbandes ausgesprochen.

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Staatssekretär Andre Baumann war nach Görwihl gereist, um Apel im Beisein von Ehefrau Bärbel, Landrat Martin Kistler, Bürgermeister Carsten Quednow, dem Nabu-Landesvorsitzenden Johannes Enssle, dem Grünen-Landtagsabgeordneten Niklas Nüssle und Coronabedingt einiger weniger Gäste die Auszeichnung zu überreichen.

Die Vergabe des Bundesverdienstkreuzes erfolgte mit Abstand (von links): Johannes Enssle, Niklas Nüssle, Rudi Apel, Carsten Quednow, Martin Kistler und Andre Baumann.
Die Vergabe des Bundesverdienstkreuzes erfolgte mit Abstand (von links): Johannes Enssle, Niklas Nüssle, Rudi Apel, Carsten Quednow, Martin Kistler und Andre Baumann. | Bild: Peter Schütz

Carsten Quednow bezeichnete den Geehrten als „Revoluzzer, der seiner Sache treu geblieben ist“, nachdem dieser die Nabu-Gruppe Görwihl 1989 gegründet hatte. „Er ist immer offen an das Thema Naturschutz herangegangen“, sagte Quednow, „in ihm haben wir eine tolle Kompetenz“.

Landrat Martin Kistler sah in Apel „einen überregional gefragten Schwalbenexperten“. Seit Jahrzehnten sei der Geehrte mit großem Engagement im Naturschutz tätig, „das ist eine außerordentliche Leistung“, sagte Kistler.

Staatssekretär Andre Baumann verleiht Rudi Apel das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Staatssekretär Andre Baumann verleiht Rudi Apel das Bundesverdienstkreuz am Bande. | Bild: Peter Schütz

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes nahm Staatssekretär Andre Baumann, Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund und ehemaliger Nabu-Landesvorsitzender, vor. „Sein Herz schlägt für die kleinen Dinge der Natur“, sagte Baumann über Apel. Er habe sich immer an der Sache orientiert, sei bodenständig, mitreißend und könne andere Menschen begeistern.

Glücksfall für die Natur

Rudi Apel sei zwar kein Diplombiologe, ergänzte Baumann, „dennoch ist er sehr fachkompetent“. Schließlich Johannes Enssle: „Mit seinem Engagement hat Rudi Apel den Naturschutz in herausragender Weise gefördert und bei seinen Mitbürgern Bewusstsein, Wertschätzung und Faszination für die heimische Natur gestiftet.“ Apel habe 2007 erstmals die Schwalbenplakette in Mecklenburg-Vorpommern gesehen und dann begonnen, die Idee auch in Baden-Württemberg umzusetzen.

„Schwalbenfreundliches Haus“

Seither hat er gegen 2000 Auszeichnungen „Schwalbenfreundliches Haus“ vergeben, so Enssle. Und: „Rudi Apel ist bundesweit der bekannteste Schwalbenschützer und -experte.“ Er sei, mit Blick auf die neuen Anstriche und Putze an den Häusern, die Schwalben am Nestbau hindern würden, aber auch „ein Botschafter gegen die Unwissenheit“. Kurt Seckinger, Nabu Görwihl, bezeichnete Apel als „Glücksfall für die Region und die Natur“.

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