Die zwei Jahre Zwangspause haben dem Spirit des Rüßwihler Dorffestes nichts anhaben können. Am Wochenende war alles wie früher, als noch kein Coronavirus in Sicht war: ein Fest für alle mit reichlich Musik und Kulinarik in der Luft. Dass dahinter viel Arbeit steckte, war offensichtlich: Die Infrastruktur war komplex, obwohl die Lokalität überschaubar war. Das Fest war nicht mehr auf mehrere Standorte verteilt, sondern fand hauptsächlich auf dem Schulhausplatz statt. Nur die Pizzabude war ein wenig abseits, aber das soll sich in absehbarer Zeit ändern, der Plan steht jedenfalls schon.

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Fest rückt zusammen

Dem Eindruck, das Fest sei kleiner geworden, widersprach Max Oldorf vom Dorffest-Komitee entschieden. „Das Fest ist kompakter“, sagte er, „wir wollen es wieder näher zusammenführen“. Der Plan ist aufgegangen, das Publikum war – gemessen an der Schlange am Samstag vor der Abendkasse und den bis Sonntagmittag getrunkenen zwölf Hektoliter Bier – offenbar zufrieden. In den Buden herrschte Hochbetrieb, die Köche kamen ins Schwitzen, das Servicepersonal rotierte.

Zum Wohl – aufs Dorffest
Zum Wohl – aufs Dorffest | Bild: Peter Schutz

Mit Spaß und Gaudi

Was für die Einen Spaß und Erholung war, bedeutete für die Anderen Anstrengung. Gestemmt wurde das Dorffest von der Chrutschlämpezunft, der örtlichen Feuerwehrabteilung sowie der Jugendgruppe. Los ging‘s am Freitagabend mit den Brotäne Herdepfl aus Donaueschingen, deren tanzbarer Brass die Beine in Schwung brachte. Anstelle der Gaudi-Olympiade spielten fünf Teams Flunkyball. Gewinner war die Jugendgruppe. Die Oberwihler Hexen hatten einen strategischen Nachteil, weil die Sonne ungünstig stand.

Engagiert: Die Drei von der Rösti-Tankstelle.
Engagiert: Die Drei von der Rösti-Tankstelle.

Der Nachwuchs stand am Samstagnachmittag bei RSDS-Rüßwihl sucht den Superstar im Mittelpunkt. Sechs Gruppen brachten teils kuschelige, teils karibische Stimmung in das Festzelt, Gänsehautfaktor inklusive. Die Jury hatte es nicht leicht.

Hingucker: Das 1. Rüßwihler Mofa-Treffen kam gut an.
Hingucker: Das 1. Rüßwihler Mofa-Treffen kam gut an.

Am Samstag brummte der Laden

Konkurrenzlos war der Rest des Festes. Am Samstagabend rockte wie erwartet 7Sins das Festzelt. Die Band war in Topform, der Laden brummte. Am Sonntag war nach dem Gottesdienst, der vom Niederwihler Frauenchor mitgestaltet wurde, erneut Musik angesagt, dieses mal von drei regionalen Blaskapellen. Gegen Mittag begann das erste Rüßwihler Mofa-Treffen. Prämiert wurden das älteste Baujahr und die weiteste Anfahrt.