Der Schock sitzt tief: Nachdem in der Kreistagssitzung am Mittwoch bekannt wurde, dass sich die Sanierung der Albtalstraße um weitere zwei Jahre verzögert, gab es bei einem Treffen von Politikern und Vertretern der Salpetererbewegung Pro Albtalstraße tags darauf eine klare Ansage: „Wir fordern ein, was uns versprochen wurde“, brachte es Görwihls Bürgermeister Carsten Quednow auf den Punkt.

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Quednow bezog sich auf die Aussage von Landesverkehrsminister Winfried Hermann im August 2017, als er sich vor Ort ein Bild verschaffte. „Mein Ziel ist, dass wir die Albtalstraße wieder aufmachen können“, sagte Hermann vor rund 300 Personen. Und: „Um das zu können, müssen wir die Straße sicher machen.“ Jetzt steht fest: Die Albtalstraße wird frühestens 2028 wieder befahrbar sein.

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„Ich bin maßlos enttäuscht, dass sich die Sache nochmals um zwei weitere Jahre verzögert“, sagte Albbrucks Bürgermeister Stefan Kaiser. Man müsse in der Gesetzgebung etwas tun, damit solche Verfahren einfacher werden, forderte er und weiter: „Wir dürfen nicht kapitulieren.“ Sein Appell an die Politik: Die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, die es Verwaltungen ermöglichen, flexibler zu agieren. Seine Bitte an die Salpetererbewegung: „Nicht nachlassen.“ Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner (CDU) sagte: „Das ist völlig aus dem Ruder geraten. Man hat bei dieser Straße jedes Maß verloren.“ Und: „Wir müssen das Wort des Verkehrsministers als Region einfordern.“ Ähnlich Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller (CDU): „Die ganze Region leidet zwei Jahre weiter und die Kosten steigen ins Unermessliche.“

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Die Vertreter der Salpetererbewegung stimmten zu. „Das ist eine Katastrophe und nicht zu entschuldigen“, sagte Stephan Marder. Herbert Nägele: „Die Dimensionen sind bewusst so angelegt, dass die Straße nicht mehr aufgeht.“ Er schlug einen runden Tisch vor. Zweiter Vorschlag: Nur nötige Maßnahmen in einem Stufenplan umsetzen.