Der Gemeinderat hat am Montag der Erweiterung des Sportplatzes „Hardtpark“ in Oberwihl den Weg geebnet: Er stimmte dem entsprechenden Bebauungsplan mit den örtlichen Bauvorschriften bei einer Enthaltung von Johannes Herrmann (Grüne) zu. Kernstück des Vorhabens ist der Einbau eines ganzjährig nutzbaren Kunstrasenplatzes. Der Fußballverein Eintracht Wihl habe den Plan soweit fertig, „dass wir das Projekt auf den Weg geben können“, sagte Bürgermeister Carsten Quednow. Und: „Das ist ein tolles Projekt“, fügte er hinzu.

Eintracht Wihl führt seinen Sportbetrieb derzeit auf zwei Rasenplätzen mit zwei Vereinsheimen in Oberwihl und Niederwihl durch. In absehbarer Zeit steht das Umkleidegebäude im Niederwihler Schulhaus nicht mehr zur Verfügung, außerdem befindet sich das Rasenspielfeld auf privatem Pachtgelände. Anders in Oberwihl: Das Sportgelände gehört der Gemeinde Görwihl. Eintracht Wihl hat deshalb beschlossen, dort den Spielbetrieb komplett zu bündeln.

Wesentliche Bestandteile des neuen Konzepts sind der Bau des Kunstrasenfeldes, eines Multifunktionsspielfeldes sowie multifunktionaler Nebenanlagen. Damit, so der Verein, kann langfristig und nachhaltig den Kindern und Aktiven eine sportliche Perspektive geboten und das Freizeitangebot in der Gemeinde Görwihl verbessert werden. Mit seiner Zustimmung zur 3800 Quadratmeter großen Erweiterung des Bebauungsplanes schuf der Gemeinderat am Montag die Grundlagen für die Neugestaltung der Sportanlage.

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Bedenken bezüglich des Kunstrasenplatzes äußerte Johannes Herrmann. „Ich tue mich mit dem Kunstrasen schwer“, stellte er klar. Er befürchte negative Auswirkungen auf die Umwelt, zum Beispiel durch Mikroplastik. Und: Eine Rasenfläche hätte geringere Ausgleichsflächen zur Folge. In dem Zusammenhang stellte Roland Mutter (Grüne) die Frage: „Ist der Kunstrasen alternativlos?“ Schließlich gehe es darum, den Boden weniger zu versiegeln. Antwort von Bürgermeister Quednow: „Ich finde die Fragen der Grünen wichtig, denn man muss über Nachhaltigkeit nachdenken.“

Fußball ist derzeit hier nicht möglich.
Fußball ist derzeit hier nicht möglich. | Bild: Peter Schütz

Aber, so Quednow: „Der Verein ist sich der Verantwortung bewusst.“ Der Kunstrasen würde einen Ganzjahresbetrieb ermöglichen, erklärte er. Ähnlich Gemeinderat Matthias Eschbach (CDU): „Der Verein hat alles bewertet. Aus jetziger Sicht hat er alles erfüllt.“ Außerdem handle es sich beim Einbau eines Kunstrasenfeldes „nicht um eine Versiegelung, sondern um eine Veränderung“, so Eschbach, Herbert Nägele (Freie Wähler) fand: „Man sollte auf dem eingeschlagenen Weg weiterfahren.“ Planer Till Fleischer stellte klar, dass auf der Fläche keine bauliche Entwicklung stattfindet. Es handle sich dabei um „eine Ausweisung als Sportfläche“.