Die Gemeinde Görwihl erhält vom Land Baden-Württemberg einen Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro für den Neubau einer Altentagestagespflege im Ortsteil Segeten. Dies erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, zugleich pflegepolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg. „Familien sind mit Abstand der größte Pflegedienst im Land. Rund drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt, häufig ausschließlich durch Angehörige.“

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Die Gemeinde will in Segeten gegenüber dem Polizeiposten eine Tagespflegestätte errichten, in der rund 20 Personen betreut werden können sollen. Die vorläufige Planung sieht ein zweigeschossiges Gebäude vor, wo im Erdgeschoss die Tagespflege und Essen auf Rädern, im Obergeschoss Personal- und Sanitärräume untergebracht sind. 2019 wurden die Baukosten auf rund 2,0 Millionen Euro geschätzt. Die Gemeinde hat 1,5 Millionen Euro in ihrem Haushalt eingestellt. Die Gemeidne rechnet mit einer Bauzeit von 14 Monaten. Die Pflegestätte soll nicht als Wohnheim dienen. Sie ist vielmehr ein Betreuungs- und Pflegeangebot für Menschen, die sich nicht mehr selbst vollständig versorgen können. Die Senioren können unter der Woche einzelne oder mehrere Tage in der Einrichtung verbringen.

Die Abgeordnete Hartmann-Müller drückte ihre Freude darüber aus, dass das Land mit der Altentagespflege in Segeten ein Pflegeprojekt im ländlichen Raum berücksichtige: „Von Seiten des Landes erscheint es mir umso wichtiger, landesweit die wohnortnahe Unterstützung für ältere Menschen mit geringerem Hilfebedarf und für pflegende Angehörige im Blick zu behalten.“ Die Familien übernähmen Verantwortung und gingen dabei vielfach an ihre eigenen Grenzen, so Hartmann-Müller. Gerade in Zeiten der Corona-Krise sei dies eine echte physische und psychische Belastung. Insbesondere Familienangehörige mit eigenen Kindern stehen vor einer gigantischen Herausforderung: Zur Betreuung von Mutter oder Vater kommt nun gegebenenfalls noch die Beschulung des eigenen Kindes dazu.

Das Innovationsprogramm Pflege fördert bereits seit dem Jahr 2011 vorbildgebende Pflege- und Versorgungsmodelle, die Leuchtturmcharakter für die baden-württembergische Pflegelandschaft haben. Ziel ist es, Pflegeangebote vor Ort besser zu vernetzen und den Aufbau von Versorgungspfaden aus der eigenen Häuslichkeit bis ins stationäre Setting zu unterstützen. Im Jahr 2020 fördert das Land Baden-Württemberg 12 wegweisende Projekte – darunter auch 42 Kurzzeitpflegeplätze – in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro. Der Förderschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem dringend notwendigen Ausbau von Angeboten der Kurzzeitpflege.

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