Ungewohnt reger Betrieb herrschte am Samstagnachmittag im Treppenhaus des Görwihler Rathauses. Die Besucher der Vernissage von Bildern aus der Feder des „ARTratHAUS“-Mitbegründers und aktuellen -Wiederbelebers Michael Rudigier wurden gar nicht satt, die unterschiedlichen Maltechniken und Motive zu bestaunen, die nun bis ins kommende Jahr hinein dort zu sehen sein werden.

In seiner Begrüßung gab Bürgermeister Carsten Quednow seiner Freude darüber Ausdruck, das im Jahr 1999 gegründete Artrathaus nach Jahren der Ruhe wiederbelebt zu sehen. Rudigier habe mit seinen Bildern Farbe und Fröhlichkeitins Haus gebracht. In seinen Werken bringe er unter anderem Gedanken der Naturvölker, die sich im Einklang mit der Natur befänden, zum Ausdruck, Gedanken, die wir heute dringend nötig hätten. Umso mehr freue es ihn persönlich, dass dieser Neustart des Artrathauses mit einem Künstler erfolge, der fest in Görwihl verankert sei.

Rudigier selbst umrahmte gemeinsam mit seiner Ehefrau als Rezitatorin seiner Lyrik musikalisch die Vernissage mit einem „Gebet für Mutter Erde“ sowie den Titeln „Meine Seele“ und „Morgenstern“. Seinen Redebeitrag zur Vernissage begann er mit einer Schweigeminute für die beiden verstorbenen Mitbegründer des Artrathauses, Klara Ickelheimer und Robert Fritz. Kurz beleuchtete er daraufhin seinen Werdegang, unter anderem mit den Hinweisen auf seine Arbeit mit geistig behinderten Kindern, seine Malschule, aber auch seine Beschäftigung mit der Musik seit 1997 sowie mit Lyrik in der Folge seines Unfalls im Jahr 2000. Diese Facetten seines Schaffens sollen im Beiprogramm zur Ausstellung noch näher beleuchtet werden. Und schließlich soll bei der Finissage im kommenden Jahr sein 40-jähriges Schaffensjubiläum gefeiert werden.

Hinter jedem Werk von Rudigier steckt eine persönliche Geschichte, eine eigene Lebenserfahrung. Ebenso breit gefächert wie die Themen aus 40 Jahren künstlerischer Tätigkeit sind dabei die Techniken, die Rudigier anwendet.