Die Kommunen als Träger der Feuerwehren müssen oft viel Geld in die Hand nehmen, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Ein Feuerwehrbedarfsplan ist dabei nicht nur hilfreich, sondern auch notwendig. Der Görwihler Gemeinderat hat in der Sitzung am Montagabend sein einstimmiges Votum für die Erarbeitung eines Feuerwehrbedarfsplanes durch eine Fachfirma und die entsprechende Finanzierung gegeben.

Das Feuerwehrgesetz fordert von den Gemeinden eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten. „Dazu braucht es ein entsprechendes Papier“, betonte Bürgermeister Carsten Quednow. Grünen-Gemeinderätin Wiltrud Jehle, fragte, in wie weit der Bedarfsplan für die Gemeinde bindend sei.

Der Plan sei eine gute Richtschnur bei der Beschaffung von Material damit künftige Anschaffungen und Bedarfe korrekt und neutral ermittelt werden könnten und auch bei der Beantragung von Zuschüssen sei er notwendig, betonte Quednow. Die Erstellung des Feuerwehrbedarfsplanes wird voraussichtlich sechs Monate dauern. Umfangreiche Abstimmungen mit allen Beteiligten aus der Freiwilligen Feuerwehr, der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats werden den Prozess begleiten.

Erster Plan aus dem Jahr 2008

Die Verwaltung empfahl in der Sitzung, die Erstellung durch eine Fachfirma durchführen zu lassen. Der erste Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde, der in Eigenregie erstellt wurde, stammt aus dem Jahr 2008. Eine Fortschreibung ist alle fünf Jahre vorgesehen.

Dies wurde in Görwihl jedoch immer wieder verschoben. Bürgermeister Quednow nannte als Grund dafür, eine rege Bautätigkeit im Bereich der Feuerwehr. Jetzt sei es aber an der Zeit, da alle Vorgaben des alten Bedarfsplanes weitgehend erfüllt seien, eine Überarbeitung vorzunehmen. Mit der Erarbeitung wurde die Firma Forplan aus Bonn beauftragt, die mit positiven Bewertungen bereits in anderen Kreisgemeinden dahingehend tätig war. Die Kosten belaufen sich für den ersten Bedarfsplan auf rund 11.728 Euro. Die alle fünf Jahre geforderten Fortschreibungen sollen dann aber günstiger werden, da die Grundlagen bereits vorhanden sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Haushaltsplan 2021 der Gemeinde ist kein Ansatz für das Projekt eingestellt. Finanziert wird es aus allgemeinen Mitteln für Ausbildung über die Feuerwehr, welche Corona Bedingt nicht ausgenutzt werden konnten. Für das Jahr 2022 wird im Haushalt ein Ansatz von 9.000 Euro aufgenommen.

Einig waren sie die Görwihler Gemeinderäte auch darüber, einen Rollwagen mit einem 4.000 Liter Tank für die Feuerwehr anzuschaffen. Von den zwei eingegangenen Angeboten, wurde als wirtschaftlichste Bieterin die Firma Cemo mit der Lieferung zum Angebotspreis von rund 8.392 Euro beauftragt. Im laufenden Haushalt der Gemeinde sind dafür 7.000 Euro eingestellt.