Die CDU hat erneut Wähler verloren. Auf sie entfielen rund 30 Prozent in der einstigen Hochburg der Christdemokraten – damit haben diese ihr historisches Tief von 2009 mit 43 Prozent nochmals deutlich unterschritten. Immerhin: Im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl vor einem halben Jahr legte sie drei Prozent zu. CDU-Kandidat Felix Schreiner konnte fast 40 Prozent auf sich vereinen, 2017 waren es noch knapp 49 Prozent. Trotzdem bleibt die CDU stärkste Fraktion in der Gemeinde Görwihl, gefolgt von der SPD, die auf fast 20 Prozent kam, was im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 einer Steigerung um 5 Prozent entspricht. SPD-Kandidatin Rita Schwarzelühr-Sutter kam auf knapp 25 Prozent, das ist ebenfalls eine Steigerung um 5 Prozent.

Für die Grünen gab es 12,4 Prozent, womit sie den Höhenflug an der Landtagswahl (35 Prozent) nicht wiederholen konnten. Eine Steigerung im Vergleich zur letzten Bundestagswahl mit rund 8 Prozent war das Ergebnis dennoch. Grünen-Kandidat Jan-Lukas Schmitt erhielt 10 Prozent. Zu den Gewinnern gehört die FDP, die auf 13 Prozent kam und damit rund zehn Prozent im Vergleich zu 2017 zulegte. Aber: FDP-Kandidat Jareem Khawaja kam in Görwihl auf nur 7 Prozent. AfD-Kandidatin Andrea Zürcher landete auf Rang 3: Sie gewann 11,5 Prozent, fast gleichviel wie die AfD bei den Zweitstimmen. Der Stimmenanteil der sonstigen Parteien betrug 24 Prozent. Wahlberechtigt waren 3226 Personen. Ihr Wahlrecht nutzten 2481 Personen, was einer Wahlbeteiligung von 76,9 Prozent entspricht – drei Prozent mehr als 2017.