Der Schwarzwaldverein Görwihl lud am vergangenen Montag unter Leitung von Harald Scheuble zur Familienwanderung mit Pfarrer Bernhard Stahlberger ein. Zahlreiche Wanderer waren am Treffpunkt Waldeingang am Günnetsmättle erschienen und hatten das Ziel Oberwihl und Niederwihl zur Segnung von vier liebevoll restaurierten Wegekreuzen.

Nach einer knappen dreiviertel Stunde war man am ersten Wegkreuz auf dem "Kreuzle Bühl" etwas oberhalb der Fuulbachhütte in Oberwihl angekommen, wo auf einem ehemaligen Köhlerplatz seit Menschengedenken ein Kreuz steht. Die Gruppe war mit den dazugestoßen Oberwihlern und Niederwihlern komplett und auf über 40 Wanderer angewachsen. Harald Scheuble war angenehm überrascht über das große Interesse. Er bat Pfarrer Stahlberger, das von der Familie Homburger restaurierte Wegekreuz zu segnen.

Die Zeit drängte und durch die große Anzahl Teilnehmer ging es etwas langsamer zum Gewann "Hoheneck" oberhalb Oberwihl in Richtung Hogschür. Das ehemalige Grabkreuz war von den Familien Faller und Lehmann vor langer Zeit im "Franze Loch" in einer Senke aufgestellt worden, aber war nicht mehr zugänglich. Der Schwarzwaldverein zusammen mit der Familie Schindler Huber aus Rotzingen hatten das Gusskunstkreuz geborgen und restaurieren lassen. Der gefundene Standort ist wunderbar gelegen, mit herrlicher Aussicht in die Schweiz und auf den Höchenschwander Berg. Die neu aufgestellte Ruhebank lädt er zum Verweilen ein.

<strong>Auf dem Hoheneck:</strong> Pfarrer Stahlberger segnet das zweite restaurierte Gusskunstkreuz am neuen Standort auf dem Hoheneck oberhalb Oberwihl in Richtung Hogschür und zündet eine Kerze an.
Auf dem Hoheneck: Pfarrer Stahlberger segnet das zweite restaurierte Gusskunstkreuz am neuen Standort auf dem Hoheneck oberhalb Oberwihl in Richtung Hogschür und zündet eine Kerze an. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Die "Kreuzwaldfahrt" zog weiter durch Oberwihl, vorbei an der Firma Denz in die Richtung Winterhalde sprich Eckweg, wo es an einem frisch ausgekofferten Waldweg das dritte Wegkreuz zu segnen gab. Es war eines der drei Kreuze, die der verschmähte Junggeselle Eduard Strittmatter aus Niederwihl in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts aufstellen ließ. Es wurde vom Schwarzwaldverein renoviert und zugänglich an den Wegesrand versetzt.

<strong>Auf dem Weg zum Schildbach:</strong> Das dritte restaurierte Wegkreuz auf dem Weg von Oberwihl zum Schildbach. Es wurde aus dem Dickicht für jeden Wanderer sichtbar an den Waldweg versetzt.
Auf dem Weg zum Schildbach: Das dritte restaurierte Wegkreuz auf dem Weg von Oberwihl zum Schildbach. Es wurde aus dem Dickicht für jeden Wanderer sichtbar an den Waldweg versetzt. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Weiter ging es zum letzten Kreuz an der Verbindungsstraße Niederwihl nach Tiefenstein. Dort wurde von der Familie Kunzelmann ein in der Sandgrube Schachen gefundenes Kreuz nach vollständiger Restaurierung aufgestellt. Der Platz unter der Linde bekam ein neues Gesicht. Auf der neuen Bank kann man sich niederlassen und die Aussicht auf den Schildbach beziehungsweise nach Rüsswihl genießen.

<strong>Beim Schildbach:</strong> Die Segnung des vierten restaurierten Wegkreuzes oberhalb des Schildbaches an der Gemeindeverbindungsstraße von Niederwihl nach Tiefenstein.
Beim Schildbach: Die Segnung des vierten restaurierten Wegkreuzes oberhalb des Schildbaches an der Gemeindeverbindungsstraße von Niederwihl nach Tiefenstein. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Pfarrer Stahlberger segnete nicht nur jedes Kreuz, sondern entzündete bei allen vier restaurierten Wegkreuzen eine Kerze und zusammen mit dem schönen Blumengebinde gab es einen feierlichen Rahmen.