Ein halbes Jahr nach Baubeginn war der Rohbau des neuen Feuerwehrgebäudes in Görwihl am Samstag anlässlich eines Richtfests erstmals öffentlich zugänglich. Neben Bürgermeister Carsten Quednow und Architekt Peter Schanz lobte Zimmermeister Christian Denz in seinem Richtspruch die „detaillierte Planung“ sowie die Ausführung der Arbeiten. „Dies Werk macht seinem Meister Ehr’, doch der Gemeinde noch viel mehr“, sagte Denz aus luftiger Höhe. Und: „Wir Maurer und wir Zimmerer und all die anderen ringsumher, wir haben mit vereinter Kraft an diesem Bau geschafft“, so Denz, „wir haben keine Mühe gescheut“, sagte er.

„Dies Werk macht seinem Meister Ehr’, doch der Gemeinde noch viel mehr“: Christian Denz (Mitte) mit Gabriel Mutter und Stephy Tröndle beim Richtspruch.
„Dies Werk macht seinem Meister Ehr’, doch der Gemeinde noch viel mehr“: Christian Denz (Mitte) mit Gabriel Mutter und Stephy Tröndle beim Richtspruch. | Bild: Peter Schütz

Quednow bat um „einen Applaus für alle Handwerker“, denn an ihnen würde es hängen, „dass das Gebäude so gut ist, wie wir es uns vorstellen“. Die ersten Pläne entstanden 2010, „doch richtig gestartet sind wir 2015“, blickte er zurück. Nachdem feststand, dass die Gemeinde Zuschüsse vom Land für das Projekt bekommt, „sind wir mit Vollgas an die Planung gegangen“, sagte Quednow.

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Im April 2017 lag ein rechtskräftiger Bebauungsplan für das Baugebiet „Bifig“ vor. Im Herbst 2018 legte das Baugeschäft Dapp los, danach die Zimmerei Denz mit den Dachdeckerarbeiten. „Es lief alles wie am Schnürchen“, berichtete Architekt Peter Schanz. Mit 2,1 Millionen Euro Gesamtkosten habe man sich „eher im unteren Bereich befunden“, sagte er. Schanz schwebte ein „funktionierender Bau, der wirtschaftlich errichtet wird“ vor. „Es wird ein solides, gut durchdachtes Feuerwehrgebäude“, erklärte er. Das Gebäude ist für rund 100 Angehörige der Feuerwehrabteilungen Görwihl, Segeten und Rüßwihl gedacht, die zusammen den Ausrückebereich Mitte der Gemeinde Görwihl bilden.

Beim Richtfest (von links): Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger, Bürgermeister Carsten Quednow, Gesamtkommandant Thomas Mutter, Zimmermeister Christian Denz und Architekt Peter Schanz mit Marion Tröndle.
Beim Richtfest (von links): Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger, Bürgermeister Carsten Quednow, Gesamtkommandant Thomas Mutter, Zimmermeister Christian Denz und Architekt Peter Schanz mit Marion Tröndle. | Bild: Peter Schütz

Die Zufahrtswege sind so konzipiert, dass sich gleichzeitig aus- und einrückende Feuerwehrleute nicht kreuzen, so Schanz, wodurch Unfälle verhindert werden könnten. Das Haus wird mit fünf Fahrzeugstellplätzen, einem Waschplatz, Werkstatt- und Lagerräumen, einem Übungsplatz, Umkleide- und Schulungsräumen, einem Besprechungsraum, Funkraum sowie einem Raum für die Jugendfeuerwehr Görwihl-Süd ausgestattet. Der Feuerwehr stehen 860 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Im Außenbereich entstehen auf der Ostseite 28 Parkplätze. „Wir haben mit dem Bau etwas Gutes“, sagte Gesamtkommandant Thomas Mutter, „das Geld ist gut angelegt“. Beim Richtfest waren Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger, fast der gesamte Gemeinderat sowie viele Mitglieder der Feuerwehr Görwihl. Als Nächstes geht es an das Anbringen von Toren, Türen und Fenstern sowie an die Innenarbeiten. Die Feuerwehrleute werden teilweise Eigenleistungen erbringen.

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