Auch in der diesjährigen Bezirksversammlung des Bezirks 2 des Blasmusikverbandes Hochrhein am Montag fanden sich weder ein Bezirksvorsitzender noch ein Bezirksdirigent. Nun soll im Rahmen von Vorstands- und Dirigentenstammtischen nach Lösungen gesucht werden. Vorerst führt Gerbert Schmidt das Amt des Bezirksvorsitzenden kommissarisch weiter.

Posten erneut nicht besetzt

Im Jahr 2014 wurde Gerbert Schmidt noch einmal zum Vorsitzenden des Bezirks 2 des Blasmusikverbandes Hochrhein gewählt, für eine weitere Amtszeit stand er nicht zur Verfügung. Da sich jedoch kein Nachfolger fand, führte er das Amt kommissarisch weiter. Auch das Amt des Bezirksvorsitzenden ist vakant, und das schon seit 2014. In der diessjährigen Bezirksversammlung konnten die Posten erneut nicht besetzt werden. Der Bezirk sei das Bindeglied zwischen dem Verband und den Vereinen, dessen Aufgabe es sei, die Bedürfnisse und Sorgen der Musiker in den Verband zu bringen, erklärte Ralf Eckert, Vizepräsident des Blasmuskverbandes Hochrhein, auf Frage aus den Reihen der Versammelten.

Für ihn sei der Bezirk weit weg, erklärte einer der Vereinsvorsitzenden. Wenn es darum gehe, sich mit anderen Vereinen auszutauschen, lege man keinen Wert auf den Bezirk, wurde ergänzt. Man sei gut bedient mit den Infos aus dem Bezirk per E-Mail, so eine weitere Meinung. Mehrfach wurde betont, dass die Bezirksmusikfeste die einzige Möglichkeit sei, die Vereine des Bezirks zusammenzubringen und angeregt, diese Musikfeste auch musikalisch aufzuwerten.

Rollierendes System als Vorschlag

Was die Aufgaben des Bezirksdirigenten anbetrifft, erklärte Eckert, deren Festlegung sei Aufgabe des jeweiligen Amtsinhabers. Von Seiten der Dirigenten wurde der Wunsch nach einem Austausch zwischen den Orchesterleitern geäußert, Workskops auf Bezirksebene ins Gespräch gebracht. Auch an diesem Abend erklärte sich niemand bereit, das Amt von Bezirksvorsitzendem und Bezirksdirigent zu übernehmen. Eckert brachte ein rollierendes System ins Gespräch, bei dem die Vereine im Wechsel den Bezirksvorsitzenden stellen. Er äußerte die Hoffnung, dass sich bei diesem Verfahren einer der Amtsinhaber mit dem Amt anfreunden könne. Der Vorschlag fand indes nicht die Billigung der Versammelten. Schmidt wird nun das Amt weiter kommissarisch verwalten.

Lösung der Personalprobleme

Die Versammelten beschlossen die Einführung von Vorstands- und Dirigentenstammtischen, bei denen auch die Lösung der Personalprobleme eine Rolle spielen werden. In den Hintergrund trat an diesem Abend fast der Rückblick auf das vergangene Jahr, in dem die Trachtenkapelle Strittmatt das Bezirksmusikfest erfolgreich ausrichtete. In 2019 begeht der Musikverein Birndorf ein halbrundes Jubiläum (95 Jahre). Wie die Feierlichkeiten ausgestaltet werden, ist noch offen. Eckert berichtete Neues aus dem Blasmusikverband, der im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen unter anderem mit einem Galakonzert sinfonischer Blasmusik, Wertungsspiel und Solistenwettbewerb begehen wird.

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