Seit Anfang dieser Woche war im Görwihler Ortsteil Segeten teilweise keine Telekommunikation mehr möglich. "Bei manchen geht gar nichts oder nur zeitweise", berichtete Berthold Böhler, der selber von Telefon- und Internetausfällen betroffen war, am Donnerstag. Böhler und andere Betroffene hatten die Telekom auf die Störung hingewiesen, aber keine Auskunft erhalten, wann der Schaden repariert wird.

Böhler weiter: "Es gab auch unterschiedliche Aussagen, Genehmigungen müssen eingeholt werden, Baufirma muss gesucht werden, oder dass, solange Winter ist, nichts gemacht wird." Eine Anfrage dieser Zeitung hat die Telekom gestern Morgen wie folgt beantwortet: "Es liegt eine Störung seit dem 14. Januar in der Talstraße im Ortsteil Segeten vor. Von dieser sind rund 70 Kunden betroffen. An der Beseitigung wird bereits gearbeitet. Wasser ist in unser Kabel eingedrungen und verursacht die Probleme", erklärte Telekom-Sprecher Dirk Becker.

Eine solche Entstörung sei recht aufwendig, hält er fest. Becker: "Zunächst muss der Fehler durch Messungen lokalisiert werden, da das Kabel im Boden liegt und nicht frei zugänglich ist. Anschließend können wir mit den notwendigen Tiefbaumaßnahmen beginnen. Sobald das Kabel freigelegt ist, wird das beschädigte Stück entfernt. Das neue Kabel wird dann auf beiden Seiten gespleißt, das heißt, auf beiden Seiten müssen mehrere hundert Kupferadern miteinander verknüpft werden. Das macht keine Maschine, das ist Handarbeit. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Anschlüsse einzeln hochgefahren und wird die Straßendecke wieder versiegelt. Wir hoffen, die Arbeiten im Laufe des Tages abschließen zu können."

Gestern Nachmittag um 15 Uhr war die Störung behoben. Sollten Kunden wider Erwarten nicht telefonieren oder im Internet surfen können, empfiehlt Telekom-Sprecher Becker, die Telefonanlage oder den Router für eine Minute vom Netz zu nehmen und dann erneut zu starten. In den meisten Fällen wählt sich das Gerät dann korrekt ein. Becker weiter: "Den Kunden werden für den Zeitraum des Ausfalls die Grundgebühren erstattet."