Die dritte Ausgabe des Reitturniers auf dem Klausenhof in Niederwihl am Wochenende fand unter optimalen Bedingungen statt. Das Wetter machte weitgehend mit. Zwar fiel am Samstagabend kräftiger Regen mit dem Ergebnis, dass der Turnierplatz 30 Zentimeter unter Wasser stand. Aber da war der erste Turniertag schon Geschichte. Der Sonntag begann zwar feucht, doch nach den ersten Prüfungen hellte der Himmel auf, es blieb trocken, was Tier und Mensch freute – und natürlich auch den Veranstalter vom Verein „Pferdefreunde Hotzenwald“, der dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. „Es läuft alles wie am Schnürchen“, berichtete Klaus Brunner, Vorsitzender der Pferdefreunde, „keine Stürze, keine Verletzungen“. 250 Reiter und Reiterinnen aus der Region und aus der Schweiz hatten sich angemeldet, vor Ort waren es nach Angaben der Veranstalter rund 220.

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Die Vereinsmitglieder waren über mehrere Wochen hinweg mit dem Aufbau des Turniers beschäftigt. Pünktlich zum Turnierbeginn stand die komplette Infrastruktur inklusive Küche und überdachte Sitzplätze. Gut gelöst war auch die Verkehrsfrage: Die Parkplätze befanden sich auf einer Wiese am westlichen Ortsrand, so dass der Verkehr das Dorf Niederwihl kaum tangierte. Das Reitturnier war öffentlich, es war also auch eingeladen, wer selber kein Pferd reitet. Das Angebot wurde vor allem am Sonntag gut angenommen – in der Festwirtschaft herrschte Hochbetrieb. Das lag sicher auch an den Prüfungen für den Nachwuchs, die über Mittag ausgetragen wurden und dem Anlass einen familiären Charakter verlieh. „Glückliche Kinder, glückliche Eltern“, lautete Klaus Brunners Fazit.

Zufrieden mit dem Turnierverlauf: Klaus Brunner (rechts), Vorsitzender der Pferdefreunde Hotzenwald. Bild: Peter Schütz
Zufrieden mit dem Turnierverlauf: Klaus Brunner (rechts), Vorsitzender der Pferdefreunde Hotzenwald. Bild: Peter Schütz

Das Reitturnier bestand aus Dressur- und Springreiten. Die Dressur wurde an den beiden Vormittagen, das Springen an den Nachmittagen durchgeführt. Die Dressurprüfungen bestanden aus mehreren Aufgaben, die via Mikrofon und Lautsprecher durchgegeben wurden. „Kehrt ohne Galoppwechsel“, war zu hören, oder „einfacher Galoppwechsel“ sowie „Zügel aus der Hand fallen lassen“ oder „auf Mittellinie abwenden“. Hörte sich einfach an, war es aber nicht.

Volle Konzentration: Pferd und Reiterin an der Dressurprüfung.
Volle Konzentration: Pferd und Reiterin an der Dressurprüfung.

Am Platz bewerteten mehrere Richter die Teilnehmer. Die drei Erstplatzierten erhielten Medaillen in Gold, Silber und Bronze. Die Punkte, die die Teilnehmer am Turnier erlangten, wurden auf dem jeweiligen Reiterkonto vom Dachverband FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) angerechnet. Es ging also um mehr als nur ums Vergnügen. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war vor Ort.