Zum Glück liegen Wetterfrösche manchmal daneben. Die von ihnen für Samstagabend vorausgesagten Regengüsse hielten sich zurück. Bis auf ein paar Tropfen blieb das erste Open-Air Sommerfestival des Fußballvereins Eintracht Wihl auf dessen Sportplatz in Oberwihl trocken. Was die Basis für einen prima Abend mit zwei Top-Bands war. „7sins“ und „Willy and the poor Boys“ machten gut fünf Stunden lang Dampf.

Sänger mit Biss: Tom Stalla von „Willy and the poor Boys“.
Sänger mit Biss: Tom Stalla von „Willy and the poor Boys“. | Bild: Peter Schütz

Das Drumherum war mindestens ebenso attraktiv: Der Verein hatte den Sportplatz mit dem Namen „Hardtpark„ zu einem Festgelände umgestaltet – inklusive Festwirtschaft, Bar und weiteren Getränkeständen. Die Stimmung: anfangs verhalten, bis „7sins“-Sängerin Verena Wagner erfreut feststellte: „Es kommen langsam immer mehr, langsam aber stetig.“ Nach Einbruch der Dunkelheit war zwar nicht volle Hütte, das Open-Air aber doch so gut besucht, dass echte Festivalstimmung aufkam. Wozu „7sins“ mit ihrer peppen Show ihren Beitrag leisteten.

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„7sins“, hier mit Verena Wagner und Oliver Fabro, am Open-Air in Oberwihl: eine Performance mit viel Pepp.
„7sins“, hier mit Verena Wagner und Oliver Fabro, am Open-Air in Oberwihl: eine Performance mit viel Pepp. | Bild: Peter Schütz

„Tolles Publikum“, fand Wagner, bevor sie und ihre Begleiter den Stab an Willy und seine armen Jungs weitergaben. Die Band war aus Rheinland-Pfalz angereist und brachte zu 100 Prozent den Klang der Songs von Creedence Clearwater Revival auf die Bühne. Sänger Tom Stalla hörte sich an wie CCR-Chef John Fogerty, überhaupt gab die ganze Band eine authentische Figur ab. Und drum herum? Brummte der Laden. „Bei uns läuft´s“, bestätigten die Barkeeper Luca Zietlow und Manuel Watzinger, die von sich behaupteten, den weltbesten Mojito zu mixen. Kein Widerspruch.

Führung mit Bauleiter Stephan Jehle

Am Sonntag erhielten die Gäste Einblicke in das umgebaute Sportheim. Bauleiter Stephan Jehle und Kollegen zeigten, was die Vereinsmitglieder in den letzten Jahren in rund 3000 Stunden Eigenleistung geschaffen haben: Pelletheizung, sanitäre Anlagen, Umkleide- und Lagerräume, Versammlungsraum, Wasser- und Stromanschlüsse sind fertig. Der Tag der offenen Tür hatte Fest-Charakter. Die Trachtenkapelle Niederwihl und der Musikverein Oberwihl spielten auf der großen Bühne, für die Kinder gab es ein Unterhaltungsprogramm.

Bauleiter Stephan Jehle (links) zeigt Klaus Boenke das Vereinsheim in Oberwihl.
Bauleiter Stephan Jehle (links) zeigt Klaus Boenke das Vereinsheim in Oberwihl. | Bild: Peter Schütz