Das Archiv der Gemeinde Görwihl hat einen neuen Platz erhalten: Es ist in einem eigens dafür errichteten Gebäude zwischen Hallenbad und Hotzenwaldhalle untergebracht. Genutzt wird es auch vom Bauhof der Gemeinde. Das Ende des ersten Bauabschnitts wurde im April dieses Jahres im Rahmen eines Richtfestes gefeiert. Nun ist auch der zweite Bauabschnitt, der unter anderem aus den Elektroarbeiten und dem Aufbau der Photovoltaikanlage bestand, fertiggestellt.

Das unterkellerte Archiv aus Stahlbeton ist beheizbar. Das darauf gesetzte Lagergebäude ist ein unbeheizter Holzbau zur Lagerung von Marktständen und Bauhofmaterial. Dieser Bereich ist atmungsaktiv, damit feuchtes Material austrocknen kann. Nutzfläche insgesamt: 340 Quadratmeter. Bürgermeister Carsten Quednow hatte das Konzept erstmals im April 2018 vorgestellt. Nach dem Tod von Architekt Bodo Graf – er hatte auch das Feuerwehrhaus in Oberwihl konzipiert – übernahm Peter Schanz die weitere planerische Umsetzung. Bei dessen Vorstellung des Projekts im Juli 2018 standen Kosten von 560.000 Euro im Raum, was für den Gemeinderat jedoch zu viel war.

Nach vorgenommenen Einsparungen belaufen sich die Kosten nun auf rund 400.000 Euro. Den Bauantrag reichte die Gemeinde Görwihl als Bauherrin Ende Juli 2018 ein. Im Herbst 2018 wurde mit den Betonarbeiten, im Januar dieses Jahres mit den Holzbauarbeiten begonnen.

Das Gebäude entspricht im Wesentlichen den Vorstellungen von Bodo Graf, erklärte Bürgermeister Carsten Quednow. „Graf hat das Projekt zu 99 Prozent entwickelt, Schanz hat es zur Fertigstellung gebracht“, sagte er. Sein Fazit: „Es sieht super aus.“ Quednow stellte klar: „Das ist kein Luxus, sondern pure Notwendigkeit.“

Denn das Archiv der Gemeinde Görwihl ist aufgrund von Verkäufen oder Umbauten eigener Gebäude hin und her gereist. Worüber Ehrenbürger Paul Eisenbeis „die Hände über den Kopf zusammengeschlagen hat“, so Quednow. Derzeit befindet sich das Archiv an vier Standorten in vier Ortsteilen der Gemeinde. „Und jetzt wird es nur noch einer sein“, so Quednow. Quednow und Schanz lobten die Arbeit der Handwerker, „es hat alles gut geklappt“, waren sie sich einig.