Der Sonntag, 20. Oktober, wird zum großen Tag für die Freiwillige Feuerwehr Görwihl: Dann wird, nur ein halbes Jahr nach dem Richtfest im April, das neue Feuerwehrhaus im Hauptort eingeweiht. In dem Gebäude werden die Abteilungen Görwihl, Segeten und Rüßwihl untergebracht. Kosten: rund 2,1 Millionen Euro, davon 1,5 Millionen Euro reine Baukosten. Die Einweihungsfeier beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst im Feuerwehrhaus und anschließender Segnung durch Pfarrerin Heidrun Moser und Gemeindereferent Dietmar Sendelbach.

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Die Feier wird von der Hotzenwald Bauernkapelle Görwihl musikalisch umrahmt. Danach übernimmt Bürgermeister Carsten Quednow die Begrüßung, ihm folgen Ansprachen von Architekt Peter Schanz, Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger sowie Feuerwehrkommandant Thomas Mutter. Nach einem Mittagessen mit musikalischer Unterhaltung durch die Trachtenkapelle Hartschwand-Rotzingen steht um 15 Uhr eine Schauübung der Freiwilligen Feuerwehr Görwihl an.

In Rekordzeit entstanden

Das Feuerwehrhaus ist in einer Rekordzeit von nicht einmal drei Jahren entstanden. Die ersten Pläne entstanden 2010, „doch richtig gestartet sind wir 2015“, sagte Bürgermeister Quednow am Richtfest. Nachdem feststand, dass die Gemeinde Zuschüsse vom Land für das Projekt bekommt, „sind wir mit Vollgas an die Planung gegangen“, so Quednow. Im Dezember 2016 wurde der Bebauungsplan mit zusätzlichen gegenüberliegenden Bauplätzen – wo derzeit zwei Häuser mit Einfachwohnungen entstehen – erstellt. Fünf Monate später, im April 2017, lag ein rechtskräftiger Bebauungsplan auf dem Tisch.

Für 100 Feuerwehrleute konzipiert

Laut Architekt Peter Schanz handelt es sich um „ein solides, gut durchdachtes Feuerwehrgebäude„. Es ist für mindestens 100 Feuerwehrleute konzipiert und mit fünf Fahrzeugstellplätzen, einem Waschplatz, Werkstatt- und Lagerräumen, einem Übungsplatz, Umkleide- und Schulungsräumen, einem Besprechungsraum, Funkraum sowie einem Raum für die Jugendfeuerwehr ausgestattet.

Ausrückebereich Görwihl-Mitte

Insgesamt, so Schanz, stehen den drei Feuerwehrabteilungen rund 860 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. „Wir haben mit dem Bau etwas Gutes“, ist Gesamtkommandant Thomas Mutter überzeugt, „das Geld ist gut angelegt“. Die drei Abteilungen Görwihl, Segeten und Rüßwihl bilden den Ausrückebereich Görwihl-Mitte. Sie sind derzeit mit dem Umzug aus ihren bisherigen Unterkünften in das neue Domizil beschäftigt. Die Abteilung Görwihl zieht aus der Hotzenwaldhalle aus, die Abteilung Rüßwihl aus dem ehemaligen Schulhaus und die Abteilung Segeten aus dem Bürgerhaus. Alle drei Abteilungen hatten es mit beengten Verhältnissen zu tun.